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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Aaron b. Elia Nikomedi.

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1300, st. 13691), der vermutlich in Kahira wohnte, überragte nurseine unwissenden Bekenntnißgenossen, stand aber hinter den rabbani-tischen Religionsphilosophen um mehrere Jahrhunderte zurück. SeineAusführungen hören sich wie eine Stimme aus dem Grabe an oderwie von einem, der mehrere Geschlechtsreihen verschlafen hat und dieSprache der alten Zeit redet, welche die neuen Zeitgenossen nichtmehr verstehen. Aaron Nikomedi kennt von der Philosophie lediglich,was er in den karäischen Schriften aus der Zeit Saadia's undJoseph Albaßir's (Vy. S. 275) und allenfalls in Maimuni's Werkgelesen. Er steckte noch in dem Halbschlaf der Mutaziliten undwußte nicht recht, daß das vierzehnte Jahrhundert andere philo-sophische Probleme aufgestellt hatte als das zehnte. Sein religions-philosophisches Werk,der Lebensbaum" (bl? Okasiw) genannt, nimmtsich daher wie eine Versteinerung ans. Es behandelt allerdings meta-physische Fragen^ Gottes Dasein, Attribute, Unkörperlichkeit, Ewigkeitoder Anfänglichkeit des Weltalls, die Engellehre, die Versöhnungs-frage, die Natur des Bösen in der Welt, die Prophetie, die Unsterb-lichkeit; allein er stellt nur die verschiedenen Ansichten darüber einandergegenüber und entscheidet sich für das Wahrscheinliche.

Aaron b. Elia wußte nicht einmal recht anzugeben, welchenZweck seine Schrift haben sollte. Ihn leitete, aber vielleicht ohne daßer sich genau Rechenschaft davon gab, bei Abfassung derselben dieEifersucht ans Maimuni und die Rabbaniten. Es wurmte ihn, daßMaimuni's religions-philosophisches Werkder Führer" nicht blosvon Juden, sondern auch von Christen und Mohammedanern gelesenund bewundert wurde, während die Karäer nichts dergleichen auf-znweisen hatten. Aaron wollte mit seinemLebensbaum" die Ehreder Karäer retten. Er suchte daher das Verdienst des maimunischenWerkes zu schmälern, und behauptete, daß manche Auseinandersetzungendarin bereits von karäischen Religionsphilosophen ausgesprochen wordenseien 2). Dennoch folgte er Maimuni fast sklavisch und behandeltelediglich die Fragen, welche oieser angeregt hatte; aber er suchte ihre

9 Vergl. über ihn Delitzsch Einleitung zu Aaron's Hauptwerk (verfaßt1343), pp System der Religionsphilosophie Leipzig 1841.

9 Es ist interessant zu bemerken, daß Aaron gerade die schwächste Partieim Llord, die Umdeutung der scheinbar anthropomorphistischen Wörter in derBibel, beneidet hat und die Priorität dieser Behandlung den Karäern vindi-ciren wollte (o. 18): aws.v i'uoo ouorn ivroip own.i u8

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muni des Plagiats.