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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Vidal Narboni.

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im Wahne der Astrologie. Er prophezeite nach seiner Auslegung derDaniel'schen Jahreswochen die Ankunft des Messias für das Jahr 1358und that sich auf diese Berechnung etwas zu GuteZ, obwohl siebereits vor ihm Abraham b. Chija und Nachmani aufgestellt hatten.

Gersonides hat trotz seiner hervorragenden Begabung auf dasJudeuthum wenig Einfluß geübt. Von den Frommen wurde er,wegen seiner rücksichtslosen Forschung und wegen seiner zweideutigenStellung zur Schöpfuugslehre verketzert. Sein HauptwerkKämpfeGottes" nannten sie nmdeutendKämpfe gegen Gott". Desto mehrAnerkennung fand er bei christlichen Forschern. Der Papst Clemens VI.ließ sich, noch beim Leben des Verfassers, der ihn vielleicht ärztlichbehandelte, die Abhandlung über Astronomie und über das neu-erfundene Instrument aus dessen Werk ins Lateinische übersetzen (1342^.Mit christlichen Gelehrten stand er in Verbindung. Auch das EndeLeon de Bagnols' ist wie das Joseph Kaspi's nicht bekannt geworden.Er hat aber schwerlich das Jahr erlebt, in dem der Fanatismus milder Pest um die Wette eine wilde Jagd auf seine Stammesgenossengemacht und sie zu Tausenden aufgerieben hat.

Der jüngste der drei provenzalischen Philosophen dieser Zeitwar Mose b. Josua Narboni, auch Maestro Vidal genannt (geb.um 1300, st. 1362^). Sein Vater Josua, der aus Narbonne

stammte, aber in Perpiguan wohnte, hatte warmes Interesse an derjüdischen, d. h. maimunischen Philosophie, und unterrichtete, trotz desdagegen verhängten Bannes, seinen dreizehnjährigen Sohn in derselben.Vidal Narboni wurde ein ebenso schwärmerischer Pfleger der Meta-physik wie Kaspi. Seine Bewunderung theilte er zwischen Maiwuniund Averroes, deren Werke er meistens commentirte. Seine Reisen,die ihn vom Fuße der Pyrenäen bis nach Toledo und wieder zurückbis nach Soria (13451362) geführt haben, bereicherten und berich-tigten seine Kenntnisse. Alles Wissenswerthe interessirte ihn undwurde von ihm mit Genauigkeit beobachtet. Unfälle und Leiden warennicht im Stande, seinen Eifer für die Erforschung der Wahrheit zu

fl Commentar zu Daniel.

2) Munk NslauASS p. 5V0 Note aus einem Ns. Dxxlisib trastabus in-strurusirbi asbronornias rnuAistri Dsonis äuäasi äs Lslnsolis, lladitatorls^.ä sumruurn xonbiüosra äominura Olsnasnbsrn VI, brauslabusäs llsbruso in latnuura anno 1342. Das ganze Werk über astronomischeBeobachtungen existirt in lateinischer Uebersetzung zweimal in der Vaticanaund einmal in der Ambrosiana. S. Steinschneider, hebr. Bibliogr. woisn das.S. 164.

fl Vergl. über ihn Zunz ^ääibamsrckg, zum Leipziger Katalog der hebr.Codices S. 325 f. und namentlich Munk NslsmAss p. 592 ff. Steinschneider,Die hebr. Uebersetzungen an mehreren Stellen.

Graetz, Geschichte der Juden. VII.

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