Kaspi's Ende.
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ihn vor Uebel und sei mit einem Worte seine Vorsehung st. Voneinem solchen in Denkthätigkeit verharrenden Mann sagt dann dieheilige Schrift: „Gott ist mit ihm."
Die höchste Stufe einer solchen erhöhten Denkkraft hat, nachKaspi, Mose erreicht; darum wird er in der Bibel „der Gottes-mann" genannt. Er sei der Adam gewesen, den Gott erschaffen.Das ganze Kapitel der Weltschöpfnng sei eigentlich eine Auseinander-setzung der auf- und abgehenden Stufen, welche Mose's geistige Er-hebung durchgemacht 2). In seiner hohen Gedankenstimmung habe erdie Thora empfangen. Kaspi läßt es unbestimmt, ob Mose oder Gottdie Thora offenbart hat st, was natürlich nach seiner Ansicht ihrerGöttlichkeit und Verbindlichkeit keinen Eintrag thut. Denn Mose'sGeist sei eben Gottes Geist gewesen. — Maimuni hat sich der Ansichtzugeneigt, daß die Welt einen zeitlichen Anfang habe. Kaspi dagegen,beeinflußt von der averroistischen Lehre, befreundete sich mit der An-nahme, daß ein Urstoff von Ewigkeit her vorhanden gewesen sei, unddaß die Schöpfung nur darin bestanden habe, daß Gott dieser Ur-materie die Formen gespendet habest. Weit mehr als Maimuni
bemühte sich Kaspi, die Wunder der Bibel ans natürliche Vorgängeznrückzuführen: den Stillstand der Sonne in Josua's Zeit, die Todten-erweckung der Propheten Elia und Elisas. — Kaspi's Schrift-auslegung trägt natürlich ebenfalls das Gepräge künstlicher Deutelei.Obwohl er Bewußtsein von dem einfachen Wortsinne hatte und dieRegel anfstellte, daß man von diesem nicht abgehen dürfest, so hat erdiese Regel doch mehr als einmal übertreten. Hat er doch oftMaimuni's Worte gedeutelt, um einen Sinn nach seinem Geschmackeheranszudrechseln! — Das Ende dieses gemüthsreichen Schwärmersfür das philosophische Denken ist nicht bekannt. Er scheint auf seinenReisen in einem Orte, wo er unbekannt und unbeachtet blieb, gestorbenund ein Opfer seines Wissensdranges geworden zu sein.
Eine bedeutendere und begabtere Persönlichkeit war sein jüngererZeit- und Landesgenosse Levi b. Gerson oder Leon de Bagnols,auch Leo der Hebräer genannt, mehr bekannt unter seinem Schrift-stellernamen Gersonides (geb. 1288, st- um 1345 st. Er stammte
st Commentar zum Nors p. 98. Frappant sind seine Ausdrücke: mn °Mn'MN MN bmni imn und ferner: 'wmn iM.n mm: — U'LMN pno imn o'MIll nnm
NP1ML1 '21°>n NM2N1 i>M2N MN . . inisn N'LMioL- '2NLN.
2) Das. x. 30. 52, 98, 109, 113, 121 und öfter,st Das. p. 99. st Das. x. 100. st Das. x. 53, 115.st Citat bei Kirchheim Eint. a. a. O. S. VlI. Anmerkung 1.st Sein Geburtsjahr eruirte de Rosst aus seinem arithmetischen n°>r> 2 n nrooder - 2 ".n Mp?, das der Vers, beendet hat 5081 — 1321 im 33. Lebensjahrs