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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Die nach-ascherische Zeit.

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Die Kabbala hatte auch bereits das Ihrige gethan, durch ihr Blend-werk den Blick zu trüben. Freilich hatte die philosophische Forschungeinen solchen Entwicklungsgang genommen, daß sie mit der Religionfeindlich zusammenstieß. Die Bindemittel, welche Maimuni angewendethatte, um das Judenthum mit der aristotelischen Weltanschauung zuvereinen, erwiesen sich bei tieferem Eingehen als allzu künstlich undtrügerisch. Die Brücke, die er über die jähe Kluft geschlagen hatte auf der einen Seite die Ueberzengung von einem Persönlichen, indie Geschicke der Völker und der Einzelnen eingreifenden Gott, derdie Welt geschaffen, regiert, richtet, straft, belohnt, und auf der andernSeite jene Theorie, daß das Weltall sich von Ewigkeit an nach strengenGesetzen der Nothwendigkeit erhalte, und die Gottheit nur den Schluß-stein dieses Weltgebäudes bilde diese schwankende Brücke über eineso gähnende Kluft konnte nicht für die Dauer halten, sondern gabbei jedem straffen Auftreten eines consequenten Gedankens nach.Maimuni hatte zur Vermittelung der zwei schroffen Gegensätze Manchesvom Judenthum, namentlich von dem schlichten Wortsinn der Bibel,und noch mehr von der Agada geopfert. Die nachfolgenden Denkerfanden die Opfer zu wenig. Von Consequenz zu Consequenz fort-schreitend, fanden sie, daß manches, was Maimuni vom Judenthumhaltbar glaubte, sich vor der scharfen Beleuchtung der Vernunft inNebel auflöse. Je kühner nun die Religionsphilosophie auftrat, destomehr wurde sie von den Vertretern des Judenthums verabscheut; siemochten gar nichts von ihr wissen und zogen sich in das Gehäuse desTalmud zurück.

Zwei Klassen giebt es innerhalb des Judenthums in unsererZeit", so schildert ein Zeitgenosse die Stimmung.Die Philosophen-Jünger spotten des Talmuds, setzen sich über die Ritualien desJudenthums hinweg, erklären Alles und Jedes in der heiligen Schriftals Redefiguren und halten wenig auf die Religion mit ihrenVorschriften. Die andere Klasse verachtet die Wissenschaft, schmähtauf Aristoteles und seine Ausleger und will vom Denken nichtswissen" i). Diesen schroffen Gegensatz stellt der liebenswürdige aberredselige Isaak Pulgar anschaulich dar in einem heftigen Dialoge,

NNVN°N NI^UVN niuiwrnnil N'UNU nun: N21UN N22NN sninii NN N:^NNL>NN

nvun. Isaak Pulgar in nnn NIV (Als.) IV. Anfang:

a'd'Lun O'i>nu 2'NIL I2ni>' 21' tzrn

2'dlNZ 2V 222,2 U'Vd'1 2NN1 2NN2N NU 1N2'

2'i>'2un 'N2NN NN 'N2122 22:2li> 2N2°> inxn

*) Kaspi Lslsr lla-Alussar (in Nauru. Lsllsuiru) o. 11.

Gr Letz, Geschichte der Juden. VH.

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