Talmudlitercitnr.
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Nachmani's und Ben-Adrets, welche sich von der ascheridischcn, deutschenRichtung fernhielten: Schem-Tob Jbn-Gaon, Jom-Tob Jsch-bili und Vidal de Tolosa haben es zu keinem selbstständigen Werkegebracht, sondern entweder den Talmud oder den maimunischenReligionscodex ausgelegt. Der Elftere, als Kabbalist fruchtbar
(o. S. 281), hat als Talmudist nur einen Maimuni-CommentarZoder eigentlich eine Apologie gegen die Ausstellungen des Abrahamb. David hinterlassen, in dem jedenfalls mehr Wissen als Geist steckt.Jom-Tob b. Abraham Jschbili (Litbn), der aus Sevilla stammte undin Alcolea de Cinca wohnte (blühte um 1310—1350"), war ein frucht-barer talmudischer Schriftsteller, auch von klarem und durchdringendemVerstand und seinem Lehrer Ben-Adret ähnlich; aber er verfaßtenichts als Commentarien: zum Talmud, zu Alfaßi's Werk und zuNachmani's Schriften. — Der dritte bedeutendere Talmndist aus derSchule des Ben-Adret, Don Vidal Jom-Tob de Tolosa^), be-schäftigte sich ausschließlich mit Maimnni's Religionscodex und lieferteden ersten gründlichen Commentar zu demselben, wovon er auchseinen Ehrennamen erhielt (Rub-Im-Nugickf — wieder ein Commentar,nichts als Commentarien. — Man erzählte sich eine witzige Anekdotevon seiner gelehrten Frau. Als ihr Gatte gestorben war, hielt seinNamensverwandter Jom-Tob Jschbili um die Hand der Wittwe an.Sie wies aber den Antrag mit einer ebenso witzigen, als beleidigendenAnwendung einer talmudischen Phrase ab: „Der zweite Jom-Tob(Feiertag) ist im Vergleich zum ersten wie ein Alltagsmensch (Werkel-tag." — Ueberhaupt hat nur ein einziger talmudischer Schriftstellerin dieser Zeit den gebahnten Pfad des Auslegens und Sammelnsverlassen und einen eigenen Weg eingeschlagen: Simson b. Isaakaus Chinon (blühte um 1300—1350^). Er führte in seinem
Z Titel np bms, vielleicht in Spanien verfaßt; s. o. Seite 281 Anmerk. 5.
2) Folgt daraus, daß er ein Jünger des Ben-Adret war, der 1310 starbund seinen Commentar zu ^.boäs, Lars, beendete: »pro -i mpa
me- SI02 — 1342. lieber seine literarischen Leistungen vergleiche dieBibliographen.
Daß Don Vidal, Verfasser des me-s -ms, auch Jom-Tob hieß, ergiebtsich aus der Anekdote, welche Jbn-Jachja im Namen des Meir von Padua (LVI.sssol.) mittheilt: .is-n ib n-.v me-o -ms.-: ms er -o rniuss mss 'nbopi
'mb p-mn ms m- :iy .nms'.-i u'.m. .vs-sb ob bss-'i iip bms M -2 o'bn ss msbsme-mp:i im'ie- bmo pe-tti. Wenn diese Anekdote echt ist, so kann sie nicht denVers, des LliAcksl Os betroffen haben, der Schem-Tob hieß, sondern Ritba,Jom-Tob Jschbili. Daraus kolgt, daß Don Vidal auch den hebräischenNamen Jom-Tob geführt hat, und daß er vor Ritba gestorben ist.
Z Sein Zeitalter ergiebt sich aus folgenden Momenten. In Lssxp. Ben-Adret III. Ho. 3 ist ein Bescheid gerichtet an: bum-p- p pnm p pL-sm, und so