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Geschichte der Juden.
Ursprung erinnerte, abgeschafft und dafür einen spanischen (toooroo)bestimmt haben *). Indessen ist die Amtsentsetzung des Joseph deEcija nicht genug beurkundet, da dieser noch viele Jahre im Vertrauendes Königs blieb. Don Samuel Jbn-Wakar erhielt sogar noch größereBegünstigung. Don Alfonso überließ ihm die Pacht von den Ein-nahmen , welche die Einfuhrartikel aus dem Königreich Granadaabwarfen. Er erhielt außerdem ein Privilegium, die Münzen desLandes in einem niedrigeren Münzfüße Prägen zu dürfen. Darüber warnun Joseph de Ecija neidisch und bot eine höhere Pachtsumme fürdie Einfuhrsteuer aus dem Granadischen. Als er nun seinen Neben-buhler ausgestochen glaubte, spielte ihm dieser einen noch empfindlicherenStreich. Jbn-Wakar wußte den König zu überzeugen, daß es fürdie castilianische Bevölkerung viel vortheilhafter wäre, wenn dasSchutzsystem streng durchgeführt und jede Einfuhr aus dem benach-barten maurischen Königreiche verboten würde (1330 — 1331 ff.
Während die beiden jüdischen Höflinge einander auszustechen undzu schaden trachteten, arbeiteten die Judenfeinde emsig dahin, nichtnur deren Ansehen, sondern auch die Existenz sämmtlicher castilianischeuGemeinden zu gefährden. Sie machten das Volk durch die Vor-spiegelung erbittert, daß durch die Münzverschlechterung des Münz-pächters Jbn-Wakar Theuerung der Lebensmittel entstünde, indemdiese in die Nachbarländer exportirt würden, um dafür Silber ein-zutauschen, welches im Inlands einen höhern Werth hättet- DieJudenfeinde arbeiteten auch von der kirchlichen Seite, um Vorurtheiledes Königs gegen sämmtliche Juden zu. wecken. Zu ihrem Vorkämpfergab sich einer aus der Mitte der Juden her, der, kaum zum Christen-thume bekehrt, ein fanatischer Judenverfolger wurde. Es war derberüchtigte Abner, der Vorläufer der Pablo de Santa Maria, derFray Vicente, der Lorqui, der de Spina, der Torquemada und anderergetaufter und ungetaufter Judenfresser, welche die Erniedrigung undVerbannung der spanischen Juden vorbereitet und durchgeführt haben.
Abner von Burgos, oder wie er später genannt wurde,Alfonso Burgensis de Valladolid (geb. um 1270, st. um 1346ff,war in den biblischen und talmudischen Schriften unterrichtet, be-schäftigte sich auch mit den Wissenschaften und war praktischer Arzt.Die aristotelisch-maimunische Philosophie, die er in sich ausgenommenhatte und vielleicht auch die Astrologie, der er ergeben war, hattenseinen Glauben aufgezehrt und ihn nicht blos gegen das Judenthum,
ff Das. und Ollrouics, L. 85.
ff OIrrouiea. o. 98, 99. ff Das. a. 98.
ff Note 13.