Samuel Jbn-Wakar.
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wendet wurde, so hatte er doch durch die Gunst des Königs bedeutendenEinfluß. — Zwischen Don Joseph de Ecija und Jbn-Wakar bestandaber jene Eifersüchtelei, welche unter Höflingen, die von derselbenSonne leben, gewöhnlich ist. Sie waren überhaupt beide keinegehobenen, sittlich reinen Charaktere, beide vielmehr ehrgeizig undgewinnsüchtig, zwar nicht schlimmer als sämmtliche Hofleute Alfonso's,aber auch nicht viel besser. Es ist auch nicht bekannt, daß sie aufdas Wohl ihrer Stammesgenossen bedacht gewesen wären, oder dieWissenschaft, ein Fach welcher Art auch immer, gefördert oder jüdischeGelehrte unterstützt hätten. Durch ihre gegenseitige Eifersüchtelei suchtendiese beiden Günstlinge einander Schaden zuznfügen, machten aberdadurch sich und ihre Glaubensgenossen bei der Bevölkerung verhaßt.
Einige reiche Juden hatten, wahrscheinlich im Vertrauen auf diegünstige Stellung ihrer Freunde bei Hofe, Geldgeschäfte gewissenlosbetrieben, einen hohen Zinsfuß genommen und säumige christlicheSchuldner unbarmherzig verfolgt. Der König selbst begünstigte denWucher der Inden und Mauren, weil er seinen Nutzen dabei fand.Die päpstlichen Bullen und das Anathem der Geistlichkeit gegen Zins-nahme erklärte er für null und nichtig und hob auch jenes frühererlassene Gesetz, welches die Schuldner von Zahlung der Wucherschuldenentband (o. S. 250), vollständig auf. Dadurch mehrten sich aber dieKlagen der Bevölkerung über die jüdischen und mohammedanischenWucherer. Die Cortes von Madrid, Valladolid und anderen Städtenmachten diesen Punkt zum Gegenstand von Petitionen und verlangtendie Abstellung der Mißbräuche. Der König mußte auf das Gesucheingehen, erniedrigte den Zinsfuß auf 33^o/o und traf Vorkehrungen,die aufgelaufenen Schulden auf eine nicht so drückende Weise tilgenzu können ^).
Die Gemüther blieben aber gegen die Juden erbittert. DieCortes von Madrid verlangten daher mehrere Beschränkungen derJuden und namentlich, daß die Juden nicht mehr Ländereien erwerbenund daß jüdische Schatzmeister und Steuerpächter überhaupt nichtmehr gelitten werden sollten (1329 ^). Alfonso antwortete: daßes in den meisten Punkten bei dem bisherigen Brauche bleiben sollte;nur in Betreff der Ertheilung der Schatzmeisterwürde soll er denCortes ein Zugeständniß gemacht, Joseph Benveniste seines Amtesenthoben, auch den bisherigen Namen Almoxarif, der an den arabischen
Z Vergl. über die Petitionen aus Urkunden bei Lindo llistor^ oi tllscksrvs in Lpuin x. 132 ff.
2) Oisonrso sobrs öl satacko cks los cknckios x. 127 (vollständiger Titeloben S. 154, Anmerk. 2).
Graetz, Geschichte der Juden. VII.
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