Aeuntes Kapitel.
Zeitalter der Ascheriden und des Gersonides.
Zustand Palästina's, die Pilger und die Einwanderer. Schem-Tob Jbn-Gaon,Isaak Chelo und Me'ir Aldabi. Günstige Lage der Juden in Castilienunter Alsonso XI. Verfolgung in Pavarra. Joseph de Ecija und SamuelJbn-Wakar. Anstrengung der Judenfeinde. Abner-Alfonso von Burgos,Convertit und Ankläger gegen die Juden. Ter Judenfresser GonzaloMartinez. Untergang der jüdischen Höflinge Joseph de Ecija und Jbn-Wakar. Sturz des Martinez und Rettung der Juden. Verfall der Wissen-schaften und Entgeistigung des Talmudstudiums. Jakob und Jehuda Äschert,Simson von Chinon. Isaak Pulgar, David Jbn-Albilja. Die proven-zalischen Philosophen Jbn-Kaspi, Leon de Banolas und Vidal Narboni.Verfall des Talmudstudiums in Deutschland. Kaiser Ludwig der Bayerund die Juden. Tie Verfolgung durch Armleder.
(1328 — 1348.)
Das heilige Land war wieder seinen Söhnen zugänglich. Tieegyptischen Sultane, denen es nach dem Falle Akko's (o. S. 186)und nach Verdrängung der Christen wieder vollständig zugefallenwar, waren duldsamer als die ehemaligen christlich-byzantinischenKaiser und die fränkischen Kreuzfahrer-Könige. Sie hatten Nichtsdagegen, daß jüdische Pilger auf den erinnerungsreichen Trümmernder Vorzeit oder an den Gräbern ihrer Hingeschiedenen Größen betetenund weinten, um ihr beklommenes Herz zu erleichtern, oder daßeuropäische Ausgetriebene sich dort ansiedelten und das Land ihrerVäter wieder urbar machten. Die lange, feste und zugleich mildeRegierung des mamelukkischen Sultans Naßir Mohammed(1299—1341) war für die jüdischen Besucher Palästinas günstig.Während unter den christlichen Herrschern dieses Landes kein Judeseiner ehemaligen Hauptstadt nahe kommen durfte, pflegten in dieserZeit jüdische Pilger aus Egypten und Syrien regelmäßig zu denFestzeiten nach Jerusalem zu wallfahrten, wie zur Zeit als nochder Tempel in seiner Herrlichkeit prangte^). Die Karäer hatteneigene Gebetformeln für Jerusalem-Wallfahrer^), bei deren Abreise
9 Parchi Lektor o. 6. x, IS.
2) Zum Schluffe des karelischen Gebetbuches.