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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Die Karäer.

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neben der Urgemeinde, welche sich die chazarische nannte, eine spätereingewanderte griechische. Die erstere scheint in dieser Zeit so armgewesen zu sein, daß sie es der Mühe Werth hielt, auf einer erworbenenGesetzrolle zu bemerken: sie habe dieselbe durch Ersparnisse erworben.Auch weihte sie ein sonderbarer Brauch einen großen Kesselfür die Gemeindeglieder, sieb desselben bei Hochzeiten und Beschueidungs-feierlichkeiten für Gäste zu bedienen fl. Männer von Geist und Ein-fluß hatte das Karäerthum auch in dieser Zeit nicht erzeugt, und vonden mittelmäßigen sind nur Namen und dürftige Leistungen vonzweien bekannt:, von Israel, dem Westländer, und Aaron, dem Aelteren.

Israel b. Samuel Maghrebi (blühte 1300 1324fl, derin Kahira als geistlicher Vorsteher der Gemeinde (v.flrm) fungirte,hat zu der geistlosen, hochangeschwolleneu karäischeu Literatur neuenStoff hinzugefügt. Er verfaßte nämlich Werke über Gebote undSchlachtritualien. Er behauptete noch die alte Lehre der Karäer, daßdas Thier, wenn es gesetzmäßig geschlachtet und nach Vorschrift ver-zehrt wird, im Menschen zu einer höheren Daseinssphäre veredelt

fl Prospectus der hebr. Nss. der Odessaer Gesellschaft, beschrieben vonPinner (Odessa 1835) Ho 2. S. 7. Das Datum dieses Codex zu ermitteln,ist nicht ganz gleichgültig, da sich daraus ergiebt, daß Pinner sich geirrt undeine Pentateuchrolle um 500 Jahre älter gemacht hat, als sie ist Codex Ko. 3das. ist verkauft worden I33l; als Zeuge fungirte dabei: wän ;a (S. 28)Derselbe Joseph steht auch als Zeuge auf einem andern Codex (Ko. 10 S. I2(zusammen mit p .-opwm und beide kommen zusammen vor mit p man

hmvv' (Ko. 14. S. 14). Diese drei lebten also 1331. Die zwei Letzteren fun-giren ab.r auch als Zeugen bei der Weihe eines Pentateuchs (Ko. >>), dernach Pinner noch vor 881 geschrieben sein soll, obwohl die Form der Buch-staben jüngeren Ursprungs ist. Dieser Pentateuch-Codex hat nämlich dasDatum der Weihe, wie P. gelesen hat: m-bb ri> io 'n ein ganz unmöglichesZahlzeichen. Es lautet offenbar: i"b 1036 Lslsuciäurum 1320. In

dieser Zeit lebten die auf demselben als Zeugen sungirenden .wpsm und .Der Codex ist also jung. Von dem Schreiber ist noch eine Spur geblieben.Er heißt vh.n whn. Ein Sohn dieses Elia steht als Zeuge beim Verkauf

eines andern Codex vom Jahre 1360 und 1378 (das. S. 28) und bei einemdritten von 1380 (S. 38). Folglich kann der Vater illari.n nFn 1325 jenenCodex geschrieben haben, der sofort zum öffentlichen Gebrauch geweiht wurde.Die Genealogie der Familie des Elia Lern ist vollständig aufgestellt in einemEpigraph zu Codex Ko. 0 S. 10. das. vom Jahre 1360. Joseph b. Elia undseine Mitzeugen gehören also dem Anfang des vierzehnten Jahrhunderts an.Folglich gehört das Epigraph zu Codex Ko. 21, welches die Weihe des Penta-teuchs und des Kessels für die untere chazarische Gemeinde von Sulchat an-giebt (ne:r> b.np ha? e-rwwr) derselben Zeit an. Die Identität der chaza-rischen unteren Gemeinde vvn Lrllotmb mit der karäischen beweist das Epigraphzu Codex Ko. 9 S. 1t, welches lautet: ll'ww rnph amap.a ,ah.a?a 2 nahw wpa.

fl Vergl Pinsker Instuts Xaclrnoirijot: Noten S. 148, 176 f.