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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Schemarja Jkriti.

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Sekten dauernd versöhnen *),damit ganz Israel wiederum zu einemeinzigen Bruderbünde vereinigt werde". Schemarja aus Negropontewar der erste, vielleicht der einzige Rabbanite, der dem Karäcrthum,wenn auch nicht die volle Hand zur Versöhnung bot, so doch einefreundliche Miene zeigte. Er erkannte, daß beide Theile im Unrechteseien. Das Karäerthum habe unrecht, die talmudischen Ueberlieferungenganz und gar zu verwerfe»; aber auch^die Rabbaniten fehlten gegendie Wahrheit, indem sie den Talmud in den Vordergrund stellten unddie Bibel außer Acht ließen^). In Griechenland mag es damalsKartier gegeben haben, die sich von Constantinopel aus dort nieder-gelassen hatten. An diese wandte sich Schemarja Jkriti, um sie vonder Wahrheit des talmudischen Judenthums zu überzeugen und siefür die Wiedervereinigung mit dem Hauptstamme der Judenheit geneigtzu machen.

Zu einem so schwierigen Werke, wie die Versöhnung zweier feind-licher Bekenntnisse, gehörte viel Geist und Thatkraft; Schemarja hatteaber nur den guten Willen dazu. An Kenntnissen mag es ihm nichtgefehlt haben, aber sein Geist war nicht tief genug. Er glaubte dasrichtige Mittel zur Versöhnung gefunden zu haben, wenn er Bibelund Talmud auf philosophischem Wege erläutern und dadurch be-weisen würde, daß beide in gleicher Weise die höchsten Wahrheitenlehrten und daß auch die talmudische Agada einen tiefen, dem ober-flächlichen Blicke verborgenen Sinn enthalte. Würden sich die Karäererst davon überzeugt haben, so könnte es nicht fehlen, daß sie sich mitdem Talmud aussöhnen und sich zu ihm bekennen würden. Schemarjatheilte nämlich die Verkehrtheit seiner Zeit, das jüdische Schriftthumder Vorzeit die Sprache der Philosophie reden zu lassen. Zu diesemZwecke verfaßte er eine Schrift zur Rechtfertigung der Agada undeine andere gegen die ungläubige Philosophie^). Er war naiv genug,auch die talmudischen Wundererzählungen in strenger Buchstäblichkeitaufrecht zu erhalten, und vermeinte dadurch die Karäer zu gewinne».Die heilige Schrift legte er auf Anregung des für jüdische Literatursich so sehr interessirenden Königs Robert in demselben Sinne ausund schickte ihm die zuerst vollendeten Bücher mit einer Widmung zu(1328). Sie lautete:Unserem erhabenen König Robert, geschmückt,wie König Salomo, mit der Krone der Weisheit und dem Diadem

U Vergl. Vorrede zu seiner exegetischen Arbeit, mitgetheilt von Luzzato inOsor disollirmä II. x. 94 ff.

2) 02s,r UsLbiuack II. p. 93.

o) Tie eine ps.n die andere n-rrn genannt; vergl dw. p. 13, 9l undObolus II. 25.

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