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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Die Juden in Italien.

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besaßen, die mit allen Bequemlichkeiten des Lebens ausgestattet waren *).Wissenschaft und Dichtkunst waren, seitdem auch sie durch das Zusammen-treffen günstiger Umstände vom Baume der Erkenntniß gekostetso. S. 160 f.), bei den italienischen Juden beliebt. Der Samen,welchen Hillel von Verona, Serachja b. Schaltiel und Andere (o. S. 162 f.)ausgestreut hatten, fing an Früchte zu tragen. Als die Geistes-blüthen in Südfrankreich durch die Strenge der stocktalmudischenRichtung und die blutigen Verfolgungen welkten, entfalteten sie sichin Italien und namentlich in Rom.

Damals gingen gerade die ersten Strahlen einer neuen Cultur-entfaltung, welche das mittelalterliche Dunkel des Pfaffenthums undder rohen Gewalt durchbrachen, in Italien auf. Es wehte damals,im Anfang des vierzehnten Jahrhunderts, in derDanteschen Zeit,ein frischer Luftzug in Italien, welcher den Eisespanzer der Kircheund des Ritterthums, der beiden Säulen des Mittelalters, zu schmelzenanfing. Bürgersinn, Freiheitsdrang, schwärmerische Liebe für Kunstund Wissenschaft waren die in die Augen fallenden Zeichen einesneuen Geistes, welche nur der Kaiser, als Inbegriff des rohen undunbeholfenen Ritterthums, und der Papst, als Verkörperung der starr-gewordenen Kirche, nicht gewahrten. Jeder größere oder kleinereitalienische Fürst machte es sich zur Ehre, Kunst und Wissenschaft zufördern, Dichter, Künstler und Gelehrte an seinen Hof zu ziehen.Am glücklichsten fühlte sich ein Herrscher, wenn es ihm gelungen war,eine neue Universität in seinem Gebiete zu gründen. Die Indengingen dabei nicht leer aus. Einer der mächtigsten italienischenFürsten, König von Neapel, Graf von Provence (Arelat), Generalvikardes Kirchenstaates und dem Namen nach eine Zeitlang Verweser desdeutsch-römischen Reiches, Robert von Anjou, war ein Freund derWissenschaft, auch ein warmer Verehrer der jüdischen Literatur unddadurch auch ein Beschützer der Juden. Mehrere jüdische Literatenwaren seine Lehrer oder arbeiteten in seinem Austrage wissenschaftlicheund theologische Schriften aus.

Sei es aus Nachahmungssucht oder aus aufrichtiger Theilnahmean der jüdischen Literatur, zogen reiche Juden, welche kleine Fürstenspielten, ebenfalls jüdische Schriftsteller in ihren Kreis, erleichtertenderen tägliche Sorgen durch freigebige Unterstützung und regten durchAufmunterung ihre Thätigkeit an^j. So kam es, daß drei jüdisch-es Vergl. Immanuels Beschreibung eines jüdischen Reichen in dem letztenKapitel von der Hölle und dem Paradiese.

2) Vergl. weiter unten.

o) Folgt aus den Beispielen in Immanuels Lluobbsrst.

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