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Geschichte der Juden.
vor Toulouse glaubten die Juden, welche in der Nähe, in Castel-Norbonnais, untergebracht waren, der Gefahr entronnen zu sein,und verließen ihre Zufluchtstätte. Sie wurden aber von dem Gesindelüberfallen und niedergemacht. So kamen fast sämmtliche Juden inder Gegend von Bordeaux, Gascogne, Toulouse, Albiund in anderen Städten Südfrankreichs um st.
Nach und nach vergriffen sich aber die kreuzzüglerischen Hirtennicht blos an den Juden, sondern auch an den Geistlichen und nanntendiese „falsche Hirten, welche ihre Heerde, statt zu weiden, aussogen".Der Papst und die Cardinäle in Avignon geriethen in Angst undmachten Anstalt, der Zügellosigkeit zu steuern. Der Papst Johann XXII.erließ in diesem Sinne ein kräftiges Handschreiben an den Seneschallvon Beaucaire (29. Juli 1320). In Folge dessen verlegten die Befehls-haber den Hirten, welche auf Narbonne lossteuerten, den Weg, griffensie mit Waffengewalt an und verboten bei schwerer Strafe denBewohnern des Landes, ihnen Lebensmittel zu verabreichen. Sowaren die Hirten genöthigt, sich in kleine Banden aufzulösen und aufdie eigene Sicherheit bedacht zu sein. Einige Rotten warfen sich nachAragonien und versetzten die Juden dieses Landes in Schrecken. InJa ca wurden vierhundert erschlagen und nur zehn blieben von derGemeinde übrigst. Hier machte aber der Prinz Alfonso von AragonienJagd auf die Hirten und hinderte ihre kannibalischen Angriffe auf dieJuden. — Andere Schwärme zogen im Königreich Navarra umherund bedrohten auch hier die Juden. Diese suchten in der FestungMontreal bei Pampeluna Schutz und blieben unangegriffen. Denndie Behörden, von der Geistlichkeit ermahnt, boten die geeigneten Mittelauf, die Hirten zu zerstreuen und niederzumachen. Im ganzen wurdenmehr als 120 jüdische Gemeinden in Frankreich und Nordspaniendurch die Hirtenverfolgung aufgerieben; die übrigen aber waren durchPlünderung so sehr verarmt, daß sie auf Unterstützung ihrer Glaubens-brüder von auswärts angewiesen waren, die ihnen aber auch reichlich,selbst von Deutschland aus, zufloß st.
st Guidonis giebt (a. a. O.) die Localität näher an: ts-ota sst straZsscknäasornrn Zranäls ab xmstorsllis — spsoialitsr in xmovinois, UnräsAa-Isnsi st in partikns Vasoonias st ln xrovineia lolosana st inckiosvösibus Oatnrssnsi st ^.Ibsnsi. Baisette macht aus Urkundenfolgende südsranzösische Städte namhaft: Xnsb, Oirnont. Vsränn,
Oastsl-Larasin, Ronlonss, Us-bastsns st Llaillas. Danach sinddie Städtenamen in Lobsbst cksbnäa und bei Usque zu emendiren. Vergl.noch ^.robivss Israslitss (herausgegeben von Cahen) Jahrg. 1843 x. 44 fg.Usque a. a. O.
st Jbn-Verga Lebsbst cksbnäa a. a. O.