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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Jüdische Günstlinge in Spanien.

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frei machen dürfte. Den Zinsfuß beschränkte sie zwar, ließ ihn aber nochimmer hoch genug (33 pCt. fl. Einen bedeutenden, verwickelten Prozeßzwischen zwei Juden in Folge der, einige Zeit verbotenen und späterwieder gestatteten, Einziehung der Schulden von Christen überwiesdie Regentin dem Rabbiner von Toledo, und Ascheri erklärte, daß ersich lediglich aus Rücksicht für die Majestät dem schwierigen Geschäftunterzöge 2). Mit der Regentschaft des Jufanten Don JuanEmanuel, Großneffen des jungen Königs Alfonso XI., trat eineBesserung in der Lage der castilianischen Juden ein (13191325).Der Regent war ein Freund der Wissenschaft und selbst Schriftstellerund Dichter und hatte deswegen einige Achtung vor gebildeten JudenIn hohem Ansehen stand bei ihm ein Jude aus Cordova, Jehudab. Isaak Jbn-Wakar, vermuthlich als sein Schatzmeister^). Aufdessen Ansuchen räumte Juan Emanuel den Rabbinaten wieder diepeinliche Gerichtsbarkeit ein, die sie während der Regentschaft derMaria de Molina halb und halb eingebüßt und nur heimlich aus-geübt hatten fl.

Jehuda Jbn-Wakar war aber ein Verehrer Ascheri's und einUeberfrommer gleich diesem, der jedes Vergehen auf's Allerstrengstegeahndet wissen wollte. Als ein Mann in Cordova im Unmutheeine Art Gotteslästerung in arabischer Sprache ausgestoßen, fragteJbn-Wakar bei Ascheri an, was demselben geschehen sollte, und dieserentschied: die Zunge möge ihm ausgeschnitten werden. Als eineschöne Jüdin fleischlichen Umgang mit einem Christen gepflogen, undDon Juan Manuel ihre Bestrafung dem jüdischen Gerichte überließ,verurtheilte sie Juda Jbn-Wakar zur Entstellung ihres Gesichtes durchEntfernung der Nase, und Ascheri bestätigte dieses Urtheilfl.

Während in früherer Zeit die bevorzugten Juden, die Chasda'tJbn-Schaprut, die Jbn-G'au, Jbn-Nagrela und Jbu-Esra sichihre hohe Stellung durch Freigebigkeit und Unterstützung derLiteratur und Poesie gewissermaßen verzeihen ließen und sichselbst an der Literatur betheiligten, bekümmerten die in hohemAnsehen stehenden Juden sich jetzt wenig um Hebung des jüdischenSchriftthums und beuteten ihre hohe Stellung nur zu selbstischenZwecken aus. Die jüdischen Günstlinge, denen Befugnisse über Ge-meinden eingeräumt waren, beanspruchten z. B. gewisse Vorrechte,welche das talmudische Gesetz den Exilsfürsten in der Euphratgegend

fl Das. p. 125 ff äs los Uios x. 49.

fl Ascheri Lsspx OVII. Xo. 6.

fl Das. XVIll. Xo. 13.

fl Das. XVII. Xo. 8, verglichen mit XVII. Xo. 1 . fl Das.