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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

reiche Juden wieder nach Frankreich zurückkehren und räumte ihnenRechte und Privilegien ein, um sich ihrer bei der Ermittelung derSchulden zu bedienen *). Aber diese neue Ansiedlung solcher, welcheihr Geschick auf die Laune und Willkür eines herzlosen Despotenstellten, war nicht von langer Dauer. Sie wurden abermals ver-trieben, wieder zugelassen und zum drittenmale verbannt. Für diejüdische Geschichte haben die Juden Frankreichs mit dem Gewalt-streich Philipp's des Schönen ihre Bedeutung verloren; sie bildennur noch, fast ein Jahrhundert, ein absterbendes Glied an dem Leibeder Judenheit.

Der lebhafte Streit, der in Montpellier um die Zulassung derJugend zu den Wissenschaften ausgcbrochen war, spielte merkwürdiger-weise nach der Verbannung aus Frankreich (September 1306) aufeinem andern Schauplatze noch immer fort, und die gegenseitige Ge-hässigkeit der beiden Parteien war durch die Leiden nicht geschwächt.Ein Theil der tibbonidischen Partei, vielleicht auch Jakob b. Machir,hatte sich in Perpignan niedergelassen^), das dem Könige vonMallorca gehörte, der, obwohl kein Gönner der Juden auf seinGeheiß waren wieder Talmudexemplare dem Scheiterhaufen überliefertworden 2) sich doch von der Niederlassung geschickter, gewerbthätigerJuden Nutzen versprach und sie daher duldete. Abba-Mari und einanderer Theil der Gemeinde von Montpellier ließen sich Anfangs inder Stadt Arles nieder. Da aber dort keines Bleibens für ihn war,siedelte er ebenfalls nach Perpignan über (Januar 1307). Allein dieGegenpartei, welche Einfluß auf den König oder Statthalter hatte,bemühte sich, seine Niederlassung an diesem Orte zu Hintertreiben ^).Indessen gelang es Abba-Mari's Parteigängern, dessen Duldung inPerpignan durch Einwirkung auf den König von Mallorca durchzu-setzen. Hier entbrannte der Streit von Neuem. Salomo b. Adretund Ascheri mischten sich wieder ein, oder eigentlich mehr der Letztere,der nun durch seine Entschiedenheit die Hauptstimme hatte. Ascherierklärte: seine Unterschrift zum Bannspruche gegen die Zulassung derJugend zu profanen Studien habe er nur mit halbem Herzen ge-geben. Denn nach seiner Meinung sei das eine zu weit gehendeDuldung, sie vom fünfundzwanzigsten Lebensjahre an zu gestatten.Die Wissenschaft müsse vielmehr für's ganze Leben verboten werden,

äs Danrisrs a. a. O. x. 488.

o) Minollat Xsnuob Xo. 100. vergl. U,sspx>. Ben.Adret Xo. 834, 887.

°) Elegie des Abba-Mari auf den Tod des Me'iri, in Einleitung zu desLetzteren Usb-bn Usolürs. x. X-, Jbn-Jachja Lsbalsobslst.

Ninollub Xsnuob Xo. 99 und 101.