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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Vertreibung der Juden aus Frankreich.

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und Kinder in die Kerker (10. Ab 22. Juli Z. Tort wurdeihnen verkündet, daß sie mit Zurücklassung ihres Vermögens und ihrerSchuldforderungen binnen Monatsfrist das Land zu verlassen hätten.Wer von ihnen später noch in Frankreich angetroffen würde, solltedem Tode verfallen. Was mag diesen mehr klugen, als kirchlich ge-sinnten Fürsten bewogen haben, seine Gesinnung gegen die Juden soplötzlich zu ändern, ihn, der sie früher gegen die Geistlichen geschützthatte? 2) Es war keineswegs kirchliche Unduldsamkeit und auch nichtNachgiebigkeit gegen den Volkswillen. Denn die Franzosen warenauch im Mittelalter nicht so fanatisch, und die Entfernung der Juden,etwa um Wucherer los zu werden, lag nicht in ihrem Wunsche^).Zunächst war Geldgier der Beweggrund jenes so grausamen Befehls.Denn Philipp's Fehde mit dem Papste und seine Kriege mit denaufständischen Flamländern hatten seine Kasse so sehr erschöpft undeine so schonungslose Gelderpressung nöthig gemacht, daß, wie dieVolkslieder damals spotteten,das Huhn im Topfe vor des KönigsGriffen nicht sicher war". Durch das Vermögen der Juden wolltePhilipp seinen Schatz wieder füllen. Noch ein anderer Umstand sollihn aber zu diesem hartherzigen Entschlüsse gebracht haben.

Z Die zeitgenössischen Quellen über diese Vertreibung sind n) jüdischerseits:Llinollnt Xsnnot Ho. 100; Parchi Xnttor o. 52 p. 113 und wohl auchLollsbst Islinän Ho. 21. b) christlicherseits: Johannes Canonicus de St.Victor vitn Usxns Olsvasntis V. (in Baluz' vitns Unxnrnin Xvsnionsn-siurn I. 5); Bernard Guidonis (das. x. 51); oontinnntio Onilslrni äsXnnZis (in Xollsr^ Lxioilsginrn vstsrnin soriptornin (Aallias III. p>. 59);Ottokar von Horneck, Reimchronik (in Petz' rsrnrn Xnstrinonrnrn soriptorssIII x. 782 ff.); die Archivstücke in Vnisstts, Instoirs Zsnsrnls äs Unn-Znsäso IV. p>. 135. Das Datum 10 Ab entsprechend Maria-MagdalenenTag, Monat August, das bei diesen Schriftstellern vorkommt, wurde fälschlichvon Späteren für den Tag der Austreibung genommen, während es lediglichder Tag der Einkerkerung war.

-) äs Unnrlsrs, Oräonnnoss äss rois äs Uranos I. x. 317.

°) Das folgt aus der Ordonance Ludwig X. vom Jahre 1315: Xons ini-

sons sonvoir, gns oovarns nostrs ssiZnsnr sb xsrs-sust nn tsrnps

gn'il vivoit xnr ls oonssil-rnis Irors st ollnoies (ollnsss) Iss änits

äs son roz^nnins, st äss lors rnssinss gn'il 11 (lui) snst sstv siAniWs stvaonstrs, sn oornplniZnnnt, st nprös n nons st ü nostrs oonssil äs pnrIss äits änits plusisurss rnisons, st äs oornnanns olninonr än

xsnpls nnssisnt, ponrgno^ 11 äsvoit (ils äsvnient) sstrs soutlsrs-

Uns plsnisrs äslivsrntion snoors sur osn (osln) nvsog nos xrslnts stbnrons st nostrs Arnnä oonssil, ässirnnt snsnivrs Iss osnvrss st Iss

knits än snint Uonis sn osn ozss näosrtss In olnrnonr än psnxls-

nvons oräonns-gns Iss äuiis xonrront rstonrnsr st äsrnsnrsr sn

nostrs ro^nnins. äs Unnrisrs a. a. O. p. 395 f.

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