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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Jedaja Bedaresi Penini.

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1280, st. um 13401). Jedaja Peniui, Sohn des bombastischenDichters Abraham Bedaresi (o. S. 188), hatte günstigere Anlagen zueinem Dichter als sein Vater; er besaß eine lebhafte Phantasie undeinen übersprudelnden Wortreichthum, ihm fehlte nur maßhaltenderTakt und ein würdiges, allgemein zusagendes oder die Herzenergreifendes Ziel für die Poesie. Aber gerade dieser Mangelstempelte seine Dichtungen zu einer hohlen Schönrednerei und zunichtssagender Künstelei. Er hatte den Erbfehler seines Vaters, dieFülle der Sprache nicht durch die Regel der Schönheit beherrschenzu können. Auch künstelte und moralisirte er zu viel, statt zu erhebenund fortzureißen. Im siebzehnten Lebensjahre verfaßte Jedaja Bedaresiein Sittenbuch (karäsL) und dichtete, auch noch in frühester Jugend,beim Leben seines Vaters, ein Gebet von etwa hundert Versen, indem jedes Wort mit einem und demselben Buchstaben anfängt(Lkirasvliot lm-Llsllnn 2), das sein Erzeuger sehr bewunderte, vielleichtauch die Zeitgenossen, das aber nichtsdestoweniger geschmacklos ist.Ein Bewunderer Maimuni's und Jbn-Esra's schätzte Bedaresi derJüngere die Wissenschaft und die Philosophie ebenso hoch wie das.Judenthum, oder sie gingen ihm, wie den meisten Denkgläubigen jenerZeit, in einander auf. Er hat Jbn>Esra's Commentarien zurheiligen Schrift übercommentirt, und Maimuni stellte er noch überdie Gaonen.

Bedaresi fühlte sich ebenfalls in seinen Ueberzeugungen durch,Ben-Adret's Bannspruch aufs tiefste angegriffen. Er glaubte eben-falls, daß der Bann eigentlich gegen Maimuni's Namen gerichtet sei.Darum ließ es ihn nicht ruhen, ein scharfes Wort zu den Verketzerernzu sprechen. Da er in Montpellier lebtet und sicherlich zu derPartei des Jakob b. Machir gehörte, so mag er wohl sein Ver-,theidigungsschreiben an Ben-Adret, zu Gunsten Maimuni's und derWissenschaft, auf deren Antrieb verfaßt haben (December 1305 oderJanuar 1306 Z. Dieses Sendschreiben, sowie die meisten in dieser

*) In seinem apologetischen Sendschreiben giebt er sich als Jugendlichen^er war aber nicht gar zu jung, da er es wagen durste, zu den ersten Männern,zu sprechen, zu 18, Jahren schrieb er x. -'-a r.im oder -'rar Sein Schach-buch Hs amnr verfaßte er NO Jahre später als sein -br- mmr, und dieses erstnach Vertreibung der Juden aus Frankreich 1306; vergl. Steinschneider IZoälsgVool. 239 weiter S. 289.

-) Vergl. über ihn Zunz zur Geschichte 467 f. Weiß Einleitung zu ramr

2) Folgt aus dem Schlüsse seines apologetischen Senvschreibens.

^ Das Bannformular der Barcelonaer traf 12. Kislew I. December 1305,in Montpellier ein, Klinoliat Lsuaot Uo. 81. und es läßt sich denken, daß.