Verfolgung des Rindfleisch.
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gang vorbereitet i). Es wäre in der That dahin gekommen, wenn derBürgerkrieg in Deutschland nicht durch den Tod des Kaisers Adolphund die Wahl Albrecht's zu Ende gegangen wäre^). Der zweiteHabsburger, welcher den gestörten Landfrieden kräftig wiederherstellte,zog diejenigen, welche sich an den Juden vergangen hatten, zurRechenschaft und legte den dabei betheiligten Städten Strafgelderaufbj, schon aus dem Grunde, weil er durch den Verlust seinerKammerknechte und ihrer Habe an seinem Fiscus Einbuße erlittenhatte. Den Juden sagte er wieder den Reichsschutz zu^), wie sie ihnvorher von Königen und Kaisern versichert und verbrieft erhalten hatten.Die Schnldfordernugen der getödteten Juden, von denen auch selten einErbe übrig geblieben war, eignete er sich zu oder überließ sie demErzkanzler des Reiches, dem Erzbischof von Mainz, von dem ihm zu-gehörigen Gebietes. — Von den unter den Schrecken getauftenJuden kehrten die meisten zum Judenthum zurück; wie es scheint,haben der Kaiser und auch die Vertreter der Kirche dabei ein Augezugedrückt. — Die Nachwehen dieses Gemetzels waren auch trübegenug. Die Frauen derer, welche umgekommen waren, konnten nichtdie Gewißheit vom Tode ihrer Gatten durch jüdische Zeugen Nach-weisen, weil keine Männer übrig geblieben waren, welche diesesZeugniß hätten ablegen können. Sie konnten sich lediglich auf dieAussage der getauften Juden berufen, und diese mochten manche Rab-binen — nach talmudischen Ehegesetzen — nicht als vollgültige Zeugengelten lassen, weil sie ihre Religion verleugnet hatten. Ascheri aberwar einsichtsvoll genug, die Strenge des Buchstaben hierbei nichtwalten zu lassen, berief sich ans ältere Autoritäten und gestattete denunglücklichen Wittwen die Wiederverheirathung auf das Zeugniß derfrüher getauften, daun aber zurückgekehrten Juden O).
Ascheri fühlte sich aber nach diesem blutigen Gemetzel in Deutsch-land nicht behaglich, oder es drohte ihm gar eine Gefahr von Seitendes Kaisers Albrecht. Es heißt, der Kaiser habe von ihm dieSumme gefordert, welche die Juden als Lösegeld für den verhaftetenMelr von Rothenburg hatten zahlen sollen, und deren Bürgschaft
Rsspp. Jehuda Ascheri I. o. p. 50 a.: li v8 in.iti 18221 12212 ' 1 i 211
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2) Gottfried von Eusmingen a. a O.
Obrorneon Hloriaususs und andere.
Würfel a. a. O. S. 4. „Daß sie (die Juden) bei ihnen Schutz, so sievon König und Kaisern verlanget, haben tollen."
5) Pertz, Nouumsuba Oarmanias IV. x. 471.
") Die Nesponsen in Ho. 02. Liobron Isllucks. handeln davo>'.