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Geschichte der Juden.
zuletzt und wurden sämmtlich ermordet (22. Ab — 1. Aug.). Ascheri'sVerwandter und Studiengenosse Mardochaä b. Hilles, der ein sehrgeschätztes rabbinisches Sammelwerk angelegt hatte, fiel in derselbenZeit^) mit seiner Frau und fünf Kindern als Märtyrer. VieleEltern, welche fürchteten, daß ihre Kinder aus Todesfurcht nichtstandhaft im Glauben bleiben würden, warfen sie mit eigenen Händenin die Flammen und stürzten sich nach. In Bayern entgingen einzigdie Gemeinden von Regensburg und Augsburg dem Gemetzel.In der ersten Stadt, wo sie von Alters her Bürgerrecht hatten,schützte sie der Rath^) mit vieler Ausdauer. Auch in Augsburg ver-theidigten sie der Rath und die Bürgerschaft gegen den Würger Rind-fleisch und seine Horde. Aus Dankbarkeit verpflichteten sich die Augs-burger Juden, auf eigene Kosten vor ihrem Kirchhofe eine Mauerzum Schutze der Stadt aufzuführen und stellten darüber eine Urkundeaus, mit ihrem Jnsiegel versehen, welches eine hebräische und lateinische 'Inschrift und als Emblem einen Doppeladler mit einem Hute dar-über hatte b).
Diese blutige Verfolgung wälzte sich von Franken und Bayernnach Oesterreich, raffte über hundertundvierzig Gemeinden und über100,000 Juden hin und dauerte beinahe ein halbes Jahres. Sämmt-liche Juden Deutschlands zitterten und waren auf den sichern Unter-
ssrunt. Unäs guiäam civis, vsnäitor carnium, äs äicto oxxiäo —xrimurn aä^utus vuIZo äicti oxxläi punivit äuäasos. Das MainzerMemorbuch giebt an: '.n rfini n": n cn umo sn,n. Dadurch sind
Ausgangspunkt und Datum gesichert.
Vergl. darüber B. H. Auerbach Lsrit ^.brabam x. 15.
2) Vergl. Gemeiner, Negensburgische Chronik I. 449.
b) FiZiUum ckuäasorum ^.UAUstas, snsoff nn soff irn' oom, abgedrucktin Stetten, Geschichte von Augsburg, auch mitgetheilt in Literaturbl. desOrient. Jahrg. 1849 ool. 73.
''s Abraham Abersiiß, ein Copist, bemerkt in der Nachschrift zu einem Bibel-codex vom Jahre'1299: uns .noi.n eriosn uro cn sp sinn s>i,s rvb.n^
iinsv nU-s-us" s-ronni .ins, mitgetheilt in Kraft und Deutsch
Katalog der Wiener hebr. Bibliothek dlo. 4 S. 12. Gottfried von Ens-mingen, der in demselben Jahre geschrieben hat, bemerkt: occiäit Rintllsisob
— nt äicitur — centum millis, äuäasorum, viäsiicst in Lrbixoli, dl^rn-bsrZ sb inAsntss villas st Castro. — Lssx. Jehuda Ascheri I. c p. 51b:
— oobn oumu s:pso n.ns- srnn 7>1NU n8s> luwsi vis
PI'SSN. Die Tauer ergiebt sich daraus, daß das Gemetzel in Nöttingen imIsar begann und noch bis Marcheschrvan dauerte, wie das gut unterrichteteMainzer Memorbuch angiebt: s": psrnsv o"' sn.n. Nicht
so richtig Gottfried von Ensmingen: a tssto äacobi axostoli usgus aätsstum 8t. Llattasi d. h. vom 25. Juli bis 21. Sept. Er rechnet nämlichvom Gemetzel in Rothenburg an, 25. Juli, das von Nöttingen und andernStädten ging aber voran.