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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Mose b. Simon aus BurgosZ Er hatte an der Kabbala nichtsauszusetzen, er tadelte lediglich die Manier einiger Kabbalisten, welchezu Gunsten ihrer Theorie die Schrift verdrehen, Zahlenspielereientreiben, Buchstaben versetzen, wunderliche Gottesnamen zusammen-stellen und Amulete fabriciren^). Albalag bekämpfte mehr den Miß-brauch der Kabbala, als diese selbst. Mit Unrecht haben ihn Späterezum Ketzer gestempelt ^), wegen einiger dem Judenthum widerstreitenderAeußerungen. Albalag war kein Ketzer, nur ein wirrer Kopf, in demdie einander noch so sehr widerstreitenden Ansichten Raum fanden.Er war auch schwerlich ein Gesetzesübertreter, sondern beobachtetewohl praktisch das Judenthum mit aller Strenge. Er war nicht tieferDenker genug, um den Muth zu haben, sich darüber hinwegzusetzen.

Es gab aber in dieser Zeit kühnere Männer, welche aus philo-sophischen Vordersätzen nachtheilige Folgerungen für den Bestand desJudenthums zogen. Wie ihre Vorläufer, die alexandrinischen Allego-risten (Ill.z S. 297), aus falscher Zweckdeutung der Religions-vorschriften sich über die Riten des Jndenthums hinwegsetzten, ebensoverfuhr mancher consequente Aufgeklärte in dieser Zeit. Da dieRitualien lediglich gewisse religiöse, philosophische oder sittliche Vor-stellungen erwecken sollen, so genüge es, diese Gedanken in sich aus-gebildet zu haben, von ihnen durchdrungen zu sein, sich im Geiste stetsdamit zu beschäftigen; die Uebung der Religiousvorschriften dagegensei in diesem Falle überflüssig. Wozu ist es nöthig, so fragten dieseAllegoristen, die Gebetriemen (Phylakterien, DoMiu) umzubinden,wenn sie weiter keinen Zweck haben, als Kopf und Herz für gewisseWahrheiten empfänglich zu machen, sobald man diese bereits in'sBewußtsein ausgenommen hat? Einige dieser Richtung sprachenMose den prophetischen Charakter ab und ließen ihm nur den einesgewöhnlichen Gesetzgebers, wie ihn auch andere Völker hatten, undhoben damit die Göttlichkeit der Thora auf. Einer dieser Allego-

9 Obaluri IV. x. 88. Das Citat theilte auch Oarvaol^ ItiQvrÄirssx. 28l mit und dazu eine Parallelstelle aus der kabbalistischen Schrift Baääs^rou des Schein-Tob Jbn-Gaon x. 280. Dort ist in ver Ortsbestimmungein Fehler; es heißt dort: m-.-, 'i.i mnn opv mi-onn mv-o.n

m->nr> -nv orniooD. Statt muß es aber heißen: n'oM oder

Denn dieses kabbalistische Brüderpaar stammte aus der genannten Stadt.Vergl. auch Isaak von Akko Nsirat (Absch. owv): ^ rnn 'i 12121

apv > 1 . 1 . Obalar: das.

Schem-Tob Jbn-Schem-Tob in dessen Apologie für die Kabbala(ürauuot) und Isaak Abrabanel. Die seiner Zeit näher stehenden SchriftstellerIsaak Pulgar und Samuel ^arya dagegen haben kein Wort des Tadels gegenseine Rechtgläubigkeit.