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Geschichte der Juden.
stärkte und verbreitete einen wüsten Aberglauben, befestigte in denGemüthcrn das Reich des Satans, der bösen Geister und Gespenster, die,früher im jüdischen Kreise gewissermaßen nur geduldet, durch ihn einehöhere Bestätigung erhielten. Aus Aberglauben verbietet der Sohar z. B.,eine Wittwe zu heiratheu ^>. Er erfand oder heiligte einen Wahn, derängstlichen Menschen vor Gram das Leben geraubt hat, daß nämlichderjenige, welcher in der Nacht vor dem großen Hosiana-Tag, beimMondenschein, seinen Schatten nicht bemerkt, in demselben Jahresterben müsse ^). Durch seine hin und wieder gebrauchte sinnliche, jaan's Unzüchtige anstreifende Ausdrucksweise hat er, im Gegensatz zudem keuschen, schamhaften jüdischen Schriftthum, unkeusche Regungenveranlaßt und dadurch später eine Sekte erzeugt, die sich über dieZüchtigkeit hinwegsetzte. Der Sohar hat endlich den Sinn für dasEinfache und Wahres förmlich abgestumpft und eine Traumwelt ge-schaffen, in welcher die Seelen derer, welche sich mit ihm ernstlichbeschäftigten, wie in einen Halbschlaf eingelullt wurden und die Fähigkeitverloren, das Rechte vom Unrechten zu unterscheiden. Seine maßlosenDeuteleien der Schrift haben die Kabbalisten und andere, die vondieser Manier angesteckt wurden, angeleitet, die Verse und Wörterdes heiligen Buches zu verdrehen und die Bibel zum Tummelplatzder wunderlichsten, tollsten Einfälle zu machen. Enthält der Sohardoch sogar Aeußerungeu, welche dem christlichen Dogma von derDreieinigkeit der Gottheit günstig klingen!
Wenn die Mystiker dem schönen Gebilde der heiligen SchriftGlied für Glied verrenkten, mit ihr ein tolles Spiel trieben und denSinn für die Wahrheit abstumpften, so gaben ihnen in dieser Zeitdie sogenannten Philosophen darin nichts nach. Maimuni's Ver-fahren, das Judenthum und seine religiöse Literatur der Vernunftanzupassen, allzugrellen Bibelversen einen philosophischen oder min-destens erträglichen Sinn zu geben und den Religionsvorschriften einen
') Das. H. x. 162 ll.
2) Das. II. 12 b. und s.äckibamsnta zu Sohar I. x. 13 ll.
Vergl. besonders I. 44. s. Vergl. besonders I. 44. a.
ö) Vergl. Sohar II. 43 ll: nnn rgn — nnn prn nnNnn nQ'no nrvn v'.no prniin pnni 1 '-- pni>n .in prn 'n ir.n^n >n. Es ist ist dieselbe verdrehende Deutunggerade des Verses, welcher die Einheit Gottes so scharf betont, wie sie derDominikaner Raymund Martin geltend machte, (vergl. o. S. 152.) III. x. 188 ll :n^n: :n-^o nnr> pnnzn prrio nnV "w non -pn n^ino o-L'nnn no-n,o np-nxn pooi; endlichMllrros Lollar Ho. 21 Anfang: n.n nvn i.n'vo n'n: >nn°:v nov — poo pnn pnn:nn pn ^poi ^--n rnni nn pn. In einem Sohar-Codex sollen die Worte vor-gekommen sein: nL>-np nnin L»np nno L-'np non L"i,o Wols I. p. 1136 aus Ga-latinus' Schrift.