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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Abraham Abulafia. 195

wachsen lassen i). Möglich, daß er dem Papste gegenüber vorgab, daß aucher die Dreieinigkeit lehre. Er durfte ferner frei in Rom umhergeheu.Von da begab sich Abulafia nach der Insel Sicilien in Begleitungeines treuen Jüngers, Natronai aus Frankreichs. In Messina

fand er eine günstige Anfnahaie, warb dort sechs Jünger, unter denener Saadia aus Segelmesi (Afrika) am meisten auszeichnete. Hiertrat er endlich mit dem Gedanken hervor, er sei nicht blos Prophet,sondern der Messias, und setzte in einer Schrift auseinander

(November 1284), Gott habe ihm seine Geheimnisse offenbart undihm, auch das Ende des Exils und den Anfang der messianischenErlösung verkündet. Im Jahre 1290 sollte die Gnadenzeit anbrechen st.Die Mystik war von jeher der Boden, auf dem messianische

Schwärmereien gediehen.

Durch seine streng sittliche Haltung, seine asketische Lebensweiseund seine in dunkle Formeln gehüllten Offenbarungen, vielleicht auchdurch seine gewinnende Persönlichkeit und Kühnheit fand AbrahamAbulafia in Sicilien Gläubige st, die sich bereits auf die Rückkehr in'sheilige Land vorbereiteten. Besonnene Männer der sicilianischen Ge-meinde hatten aber Bedenken, sich ihm ohne weiteres anzuschließen.Sie wendeten sich daher an Salomo Ben-Adret, um von ihm Auskunftüber Abraham Abulafia zu erhalten. Der Rabbiner von Barcelona,welcher sein Treiben aus früherer Zeit kannte, richtete ein ernstesSchreiben an die Gemeinde von Palermo und au den dortigenRabbineu Achitub, worin er den angeblichen Messias als Halbwisserund gefährlichen Menschen streng verurtheilte st. Abulafia nahmnatürlich die Gegnerschaft nicht ruhig hin, sondern wehrte sich gegendieses Verdammungsurtheil. In einem Sendschreiben an seinen ehe-maligen Jünger Jehuda Salmon in Barcelona rechtfertigteer seineprophetische Kabbala und wies die Schmähungen Ben-Adret's gegenseine Person zurück,die so unwürdig gehalten seien, daß Manchedessen Schreiben für unecht hielten". Es half ihm aber nichts. Auchandere Gemeinden und Rabbinen, welche durch seine Schwärmereieine Verfolgung befürchtet haben mochten, sprachen sich gegen Abulafiaaus"). Er wurde auf Sicilien so sehr verfolgt, daß er die Insel

st Landauer in Orient a. a. O. ool. 382.

st Oss-r Näsu a. a. O.

st Landauer a. a. O. eol. 384.

st Folgt aus Ben-Adret's Rssxx. No. Z48.

st Das. und Abr. Abulafia's Sendschreiben an Jehuda Salmon in Bar-celona.

st Ben-Adret Rssxollsuru a. a. O.

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