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Geschichte der Juden.
rischen Sinn bis zur Überspanntheit gesteigert. Er hielt nun seineKabbala für prophetische Eingebung, vermöge welcher er allein in dieGeheimnisse der Thora eindringen könne. Denn der einfache Wort-sinn und die bloße Uebung der Religionsvorschriften seien lediglichfür Unreife, wie Milch für Kinder. Reifere dagegen finden in derZahlenbedeutung der Buchstaben und in den mannigfaltigen Wand-lungen der Wörter die höhere Weisheit.
In diesem Sinne lehrte er seine Kabbala — im Gegensatz zuroberflächlichen und niederen, die sich mit den Sefirot abquält und,>pie er spöttelte, eine Art ZehneinigkeitZ, statt der christlichenDreieinigkeit, aufstellt. Er trat damit in Barcelona, Burgos undMedina-Celi auf. So sehr war bereits der Sinn getrübt, daß dieserhalbverrückte Schwärmer ältere und jüngere Zuhörer fand. Zweiseiner Jünger, Joseph Gikatilla und Samuel, angeblich einProphet, beide aus Medina-Celi, gaben sich später als Propheten undWunderthäter aus"). Er scheint aber doch in Spanien Anstoß erregtoder wenigstens keinen rechten Anklang gefunden zu haben, verließzum zweiten Male sein Vaterland und begab sich wiederum nachItalien, wo er auf einen größeren Anhang rechnete. In Urbinotrat er zuerst (1279) mit einer prophetischen Schrift auf, in der ervorgab, Gott habe mit ihm gesprochen. In seinen Schriften aus derZeit seiner Ueberspanntheit nannte er sich Rasiel, weil der Zahlen-werth seines Namens (Abraham, 248) dem des Namens Rasielgleichkommt. Aus demselben Grunde nannte er sich ein andermalZacharia. Zwei Jahre trieb er sich in Italien umher, lehrend undschriftstellernd. Endlich kam er auf den tollen Einfall, den damaligenPapst, Martin IV., zum Judenthume bekehren zu wollen (am Rüst-tag 1281). Der Versuch kam ihm aber theuer zu stehen. Er wurdezwei Tage später in Rom verhaftet, schmachtete achtundzwanzig Tageim Kerker und entging dem Feuertode nur dadurch, daß, wie er sichausdrückte, Gott ihm einen Doppelmuud (eine Doppelzunge?) habe
Z Sendschreiben an Jehuda Salomon (Jellinek Auswahl I. Heft x. 20)
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228 222"->2l. Daraus ergiebt sich, daß Abulafias Sätze, welche der Trinität
günstig klingen izusammcngestellt Orient a. a. O. vol. 473), nicht sein Ernstwaren.
2 ) In 0?ar löcksu Oarnis (bei llsllinslr Lötz Iig.-Niära.Sölr III. Einl. x. XLI):
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