Isaak Allatif.
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verhüllte er ihn mit leeren Andeutungen und nichtssagenden Phrasen.Allatif betonte noch mehr als seine Vorgänger den engen Zusammen-hang und die innige Verknüpfung zwischen der Geistes- und Leibes-welt, zwischen Gott und seiner Schöpfung: die Gottheit ist in Alleinund das All ist in ihrst. Im seelenvollen Gebet erhebe sich dermenschliche Geist zum Weltgeiste (Loobel km-köel), vereinige sich mitihm „in einem Kusse", wirke hiermit auf die Gottheit und vermögeden Segen auf die niedere Welt herabzuziehen. Nur sei nicht jederSterbliche zu einem so seelenvollen, wirkungsreichen Gebet befähigt;daher hätten sich die vollkommensten Menschen, die Propheten, fürdas Volk im Gebet verwenden müssen st; denn sie allein kannten dieKraft des Gebetes. Die Entfaltung und Selbstoffenbarung der Gott-heit in der Welt der Geister, Sphären und Körper veranschaulichteIsaak Allatif durch mathematische Formeln. Es verhalte sich damit,Wie sich der Punkt zur Linie, diese zur Fläche und diese sich zum aus-gedehnten Körper erweitere und verdichtest. Diese Vorstellung gabwieder eine Handhabe zu neuen Spielereien, da die Kabbalisten immerdas Bild mit dem Begriffe und der Sache verwechselten und identi-ficirten. Fortan operirten sie ebenso mit Punkten und Strichen wie früherschon mit Zahlen und Buchstabens. — Isaak Jbn-Latif kann aber nochals nüchterner Denker gelten neben seinem schwärmerischen ZeitgenossenAbraham Abulafia, welcher vermöge kabbalistischen Kinderspiels eineneue Weltordnung zu schaffen trachtete.
Abraham b. Samuel Abulafia (geb. 1240 in Saragossa,st. nach 129stst war ein excentrischer Kopf, voll fixer Ideen, undliebte das Abenteuerliche. Mit einem lebhaften Geist ausgestattet undmit mehr als mittelmäßigen Kenntnissen erfüllt, entsagte er dem ge-sunden Menschenverstände, um sich der Schwärmerei in die Arme zu
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st drnss bu-LIslsob vergl. Xsrsin Obsrnsä. VIII. x. 89.
st Vergl. das Bruchstück in Schem-Tobs Ivarurot IV. o. 14 x>. 48 b., an-geblich von dem Fürsten Chasdai.
st lieber Abr. Abulafia vergl. Orient. Litbl. 1845 No. 24 ff. von demjung verstorbenen Gelehrten Landauer, welcher zuerst auf ihn aufmerksammachte; ferner Jellinek: Auswahl kabbalistischer Mystik 1. Heft Seite 16 ff.,dessen Philosophie und Kabbala 1. Heft und zu den löioArs,xlu.LÄ Lst Im-Niärusob. III. Einl. S. XI. ff. — In seiner Selbstbiographie, citirt au derletztgenannten Stelle, bemerkt Abulafia, er sei in Saragossa geboren undals Säugling mit seinen Eltern nach Tudela in Navarra gekommen. Seineschriftstellerischen Leistungen sind von Jellinek zusammengestellt in: Philosophieund Kabbala.