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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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R. Meir von Rothenburg.

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Oppenheim und der Wetterau, die Güter der über's Meer entflohenenJuden für ihn in die Hände des Erzbischofs Heinrich vonMainz und des Grafen Eberhard von Katzenellenb o g enauszuliefern. Die Mainzer Bürger weigerten sich aber dessen undbehaupteten ihr Recht auf dasJudenerbe", das aus vierundfünfzigHäusern bestand.

Die deutschen Juden konnten sich aber nicht darüber beruhigen,daß ihr hochverehrtes Oberhaupt in Haft sein sollte, und schicktenDeputirte an Kaiser Rudolph, als er sich (im Jahre 1288) in derRheingegend befand. Da er damals, wie gewöhnlich, in Geld-verlegenheit war, ließ er sich mit ihnen in Unterhandlungen ein. DieJuden boten ihm 20,000 Mark Silbers, wenn er die Mörder derJuden von Oberwesel und Boppard (o. S. 172) zur Strafe ziehen,R' Mei'r aus der Haft entlassen und ihnen Sicherheit gegen Metzeleienvon Seiten des Pöbels gewähren wollte. Der Kaiser ging daraufein, belegte die Bürger von Oberwesel und Boppard mit einer Geld-strafe von 2000 Mark'und trug dem Erzbischof von Mainz auf, zupredigen, daß der Leichnam des in Oberwesel erschlagenen Wernerverbrannt und dessen Asche zerstreut werden sollte. Da dieser Mannaber schon von vielen Christen als Märtyrer und Wunderthäter ver-ehrt wurde, so fürchtete der Erzbischof einen Auflauf des Volkes undsoll sich von 500 jüdischen Bewaffneten haben beschützen lassen. R' Meirwurde dennoch nicht aus der Haft entlassen, sei es, daß der Kaiseraus der Verehrung der Juden für ihren Rabbiner Kapital schlagenund sie zu bedeutenden Gelderpressungen ausbeuten wollte, oder, wieerzählt wird, daß R' Meir nicht auf diese Weise befreit sein mochte.Er fürchtete nämlich, daß dieser Fall, durch Verhaftung von RabbinenGeld zu erpressen, Nachahmung finden möchte; er blieb daher nochfünf Jahre in Haft. Hier beantwortete er die an ihn gerichteten An-fragen und verfaßte mehrere Schriften; unter seinen Augen arbeiteteeiner seiner zahlreichen Jünger, Simson b. Zadok, ein Ritual-werk aus. R' Meir starb in der Haft, und seine Leiche ließenRudolphs Nachfolger noch vierzehn Jahre unbeerdigt, um dadurchden Gemeinden Gelder abzuzwingen, bis es einem kinderlosen Mannaus Frankfurt, Süßkind Alexander Wimpfen, gelang, siedurch eine hohe Summe loszukanfen und in Worms zu bestatten.Der einzige Lohn, den der edle Wimpfen sich bedingte, war, daß seineGebeine neben denen des frommen Rabbi liegen sollten. Wo nichtdie Habsucht der Fürsten die Juden bis aufs Blut quälte, da thates der Fanatismus. In der Champagne, die damals mit Frankreichvereinigt wurde, in der Stadt Trotzes, wo von Raschi's Lehrhaus