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Geschichte der Juden,
entzündete und so oft wieder aufloderte, ein für allemal zu ersticken.Sein Plan ging dahin: die angesehensten Rabbinen der morgen-ländischen Juden sollten sich zu einer Synode in Alexandrien ver-sammeln und die deutschen Rabbinen, welche Salomo Petit unterstützthatten, zn einer Rechtfertigung Vorladen. Sollten ihre Gründe stich-haltig befunden werden, daß Maimuni's philosophische Schriftenwirklich Ketzereien und Widersprüche gegen Bibel und Talmud ent-hielten lwas ihm unbeweisbar schien), nun gut, dann mögen dieseSchriften verurtheilt und dem Gebrauche entzogen werden. Könntendie deutschen Rabbinen ihre Verketzerung nicht beweisen, dann solltensie gezwungen werden, bei Strafe des Bannes sich dem allgemeinenUrtheil von der Vortrefflichkeit des maimunischen „Führer" zu unter-werfen und nicht mehr mit ihrer Verdammung Streit und Spaltungerwecken. Die babylonischen Rabbinen, welche seit uralten ZeitenAutorität hatten, sollten das Urtheil fällen. Hillel gedachte, sich selbstan dieser von ihm angeregten Synode auf's Lebhafteste zu betheiligen Z.An einen seiner Verwandten in Akko, welcher ein Parteigänger desSalomo Petit geworden war, richtete er eindringliche Ermahnnngs--schreiben, die schlechte Sache nicht zu unterstützen^).
Indessen bedurfte es nicht der Anregung von Europa aus undüberhaupt nicht einer so krampfhaften Anstrengung, um das Werkder Finsterlinge in Akko zu stören. Salomo Petit und sein kab-balistischer Anhang standen gerade im Morgenlande vereinzelt. So-bald David Maimuni von der Braudmarkung seines GroßvatersKunde erhalten hatte, reiste er nach Akko^) und fand Unterstützungin dem Theil der Gemeinde, der der fanatischen Verketzerungssuchtabhold war. Er richtete auch Sendschreiben überall hin, sich derEhre seines Großvaters gegen die jüdischen Dominikaner, die ver-ketzernden, lichtfeindlichen Kabbalisten- namentlich gegen Salomo Petitanzunehmen. Und er fand überall Anklang. Der Exilsfürst vonMossul, Namens David b. Daniel, der seinen Ursprung bis aufden König David zurückführte, das Oberhaupt der Gemeinden jenseitsdes Tigris, bedrohte Petit mit dem schwersten Banne, falls er seineWühlereien nicht einstellen sollte (Jjar 1289). Er warf ihm Ehr-geiz und Herrschsucht vor. Elf Mitglieder des Collegiums Unter-zeichneten diese Bannandrohung gegen die Ketzerriecher von Akko.Auch der Exilsfürst von Damaskus, Jischai b. Hiskija (p. S. 158),welcher schon früher die Wühler gegen Maimnui verwarnt hatte,
9 Sein erstes Sendschreiben an Maestro Gajo.
2) Sein zweites Sendschreiben Anfang.
3) Folgt aus desselben zweitem Sendschreiben, Obsrnäs. OsirnsL x. 2l.