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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Wühlereien des Salomo Petit und Hillels von Verona. 165

Führer" zum Scheiterhaufen und verhängten den Bann über allediejenigen, welche sich fortan damit beschäftigen sollten. Die jungeKabbala fühlte sich bereits so kräftig, daß sie wähnte, sie werde denso fest wurzelnden Forschergeist innerhalb des Judenthums bannenkönnen. Von diesen Kabbalisten scheint die Schändung des mai-munischen Grabmals in Liberias ausgegangen zu sein. Statt derverherrlichenden Inschrift wurde eine andere gesetzt:Mose Maimuuiein Ketzer und Verbannter" Z. Indessen war nicht die ganze Ge-meinde von Akko mit dieser ruchlosen Verketzerung einverstanden; esgab auch dort warme Verehrer Maimuni's und entschiedene Gegnerunberufener Verdammungssucht. Es brach in Folge dessen ein heftigerStreit im Schooße der Gemeinde aus, der zu Thätlichkeiten führte ^).Die Nachricht davon verbreitete sich schnell über die Länder, welchemit Palästina in Verbindung standen, und rief allgemeine Entrüstunghervor. Hillel von Verona, welcher Zeuge der verderblichen Folgenwar, die der Streit für und gegen Maimuni in Frankreich herbei-geführt hatte, entwickelte eine geschäftige Thätigkeit, einer Wieder-holung derselben zu begegnen. Zunächst richtete er ein Sendschreibenan den Leibarzt des Papstes, Maestro Isaak Gajo, von dem ervoraussehte, daß er selbst ein Gegner der maimunischen Richtungwäre und daß er ans die römische Gemeinde Einfluß üben könnte,sich den verketzernden Kabbalisten in Akko anzuschließen. Er führteihm mit lebhafter Schilderung die bösen Folgen vor die Seele, welchedie Verdammung der maimunischen Schriften sechs Jahrzehnte vorherin der Provence gehabt hatte. Hillel setzte ihm auseinander, welchetiefe Reue der eifrigste Parteigänger gegen Maimuni, R' JonaGerundi, empfunden habe. Er beschwor ihn, für die EhrenrettungMaimuni's einzutreten, und machte sich anheischig, diejenigen StellenimFührer", welche Anstoß erregten und scheinbar Bibel und Talmudwidersprächen, auf eine befriedigende Weise zu erklären. Hillel richteteauch an David Maimuni und an die Gemeinden von Egypten undBabylonien (Irak) Sendschreiben und machte ihnen einen Vorschlag,um die Flamme der Zwietracht, welche sich an Maimuni's Schriften

1) Gedalja Jbn-Jachja in Lollalsollslsb: 210 - n'.-w -oron upn --.in mriwv.-,

1 'VI llimv 'n :wrwi /Van,"! 1 -W 2 : vbp. Gedalja irrt aber wohl darin,

wenn er diese Umänderung in die Zeit dss ersten Streites bei Kimchi's undNachmani's Lebenszeit verlegt. Wäre es damals, d. h. zur LebenszeitAbraham Maimuni's geschehen, so hätte dieser es erwähnen müssen. Es scheintvielmehr während der Wirren in Akko geschehen zu sein.

2 ) Hillels Sendschreiben das. 0171 wr b.ip: nvbry inn

rrvw Bannformular der Nabbinsn von Safet lXsrsin Obsmsck III. p. l72):

npi'm.v NW1N7 bmn.i (2'!22 .12^2') ':rn i!N2' ;ro.