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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Bann gegen die Verketzerer Maimuni's. 167

trat thatkräftig gegen Salomo Petit auf. Mit seinem Collegiumvon zwölf Mitgliedern sprach er den Bann aus (Tammus Juni12891), nicht gerade direkt über Salomo Petit und seine Partei-gänger, sondern über alle diejenigen, welche unglimpflich von Maimunisprechen oder seine Schriften verketzern sollten. Wer im Besitze vonMaimuni feindlichen Schriftstücken wäre, sei gehalten, dieselben DavidMaimuni oder dessen Söhnen in der kürzesten Zeit auszuliefern,damit kein Mißbrauch damit getrieben werde. Wenn die zur Zeit inAkko sich Befindenden oder spätere Einwanderer sich dem Beschlüssedes Exilsfürsten und seines Collegiums nicht fügen sollten, so sei esjedem Juden gestattet, alle Mittel anzuwenden, um dieselben unschäd-lich zu machen und sogar sich des Armes der weltlichen Behördendazu zu bedienen.

Diesem Banne zu Gunsten Maimuni's schloß sich die schon da-mals bedeutende Gemeinde von Safet an. Ihr Rabbiner, Moseb. Jehuda Kohen, mit seinem Collegium und einem Theil der Ge-meinde von Akko wiederholten an Maimuni's Grabe in Liberias dieBannformel über diejenigen, welche in ihrer halsstarrigen Feindselig-keit gegen Maimuni verharren, die verketzernden Schriften nicht aus-liefern und sich überhaupt dem Beschlüsse des Exilsfürsten nicht fügensollten.Denn diejenigen, welche Zwiespalt in den Gemeindenerregen, leugnen die Thora, welche Frieden predigt, und höhnenGott, welcher der Friede ist" ^). Sämmtliche Gemeinden und Rab-binen Palästina's nahmen für Maimuni Partei^). Auch die Ver-treter der Gemeinde von Bagdad, welche sich damals in dem Glanzeeines hochgestellten jüdischen Staatsmannes sonnte, und an ihrerSpitze das Oberhaupt des Lehrhauses, Samuel Kohen b. Daniel,sprachen sich in demselben Sinn aus (Tischri Sept. 1289). DieKabbalisten von Akko waren in der öffentlichen Meinung verurtheilt.Der Exilsfürst von Damascus sorgte nämlich dafür, daß auch dieeuropäischen Gemeinden Kunde davon erhielten. Die Urkunden zuGunsten Maimuni's wurden nach Barcelona, wahrscheinlich an SalomoBen-Adret, befördert Der schreibselige Philosoph und DichterSchem-Tob Falaquera nahm die günstige Gelegenheit wahr, umeine Schutzschrift ö) für Maimuni'sFührer" vom Stapel zu lassen,und gab anzuhören, daß nur Wenige, sehr Wenige, vielleicht nur ein

U Das Datum ist bewiesen Note 8.

st Lsrsiu Ollsrusä III. p. 172.

°) Schem-Tob Falaquera Apologie, Note 8.

*) Dieselbe Note.

Falaquera's Apologie.