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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

der Schöpfung und in die Ungeheuerlichkeiten des Buches über Gotteskörperliche Maaße" (8oInur-Lowa*). In diesem Geiste erläuterteSerachja b. Schaltiel die heilige Schrift^); er ließ sie durchweg dieSprache der Zeitphilosophie reden. So verkehrt auch seine Schrift-auslegung ist, so fand sie doch zu seiner Zeit in Italien vielenBeifall. Angesehene Männer der römischen Gemeinde ließen es sichangelegen sein, sich Abschriften davon zu machen ^). Wie eifrig dieitalienischen Juden waren, sich in den Wissenschaften zu belehren,veranschaulicht eine Anekdote, welche ein italienisch-jüdischer Dichtermit vielem Witz erzählt. Ein jüdischer Gelehrter aus Toledo warmit achtzig Büchern wissenschaftlichen Inhalts eine ansehnlicheBibliothek für jene Zeit nach Perugia gekommen und übergab sie,um leichter seine Reise fortsetzen zu können, versiegelt zum Auf-bewahren. Kaum war er fort, so konnte sich die Wißbegierde nichtenthalten, den Ballen zu erbrechen und sich an den Geistesschätzen zuvergreifen4). Der junge Dichter Immanuel Romi, der vielleichtdabei betheiligt war, sog mit aller Glnth seines frischen Geistes dieSäfte ein, welche Hillel von Verona und Serachja-Chen aus denrnaimunischen Schriften für die italienischen Inden flüssig machten.

Bei dieser Richtung des Geistes in den italienischen Gemeindenist es erklärlich, daß der Kabbalist Salomo Petit auf seiner Missions-reise, um Anhänger zur Verketzerung Maimuni's zu werben, inItalien keine Zustimmung fand. Der Fanatiker war auch klug genug,dort von seinem Vorhaben Nichts verlauten zu lassen °), hielt sichüberhaupt nicht lange daselbst auf. Als Salomo Petit mit demmaimunifeindlichen Schreiben deutscher Rabbinen in Jean d'Äcre (Akko)angekommen war, beeilte er sich, seine Gesinnungsgenossen, welchedurch die Drohung des fürstlichen Rabbiners von Damascus ein-geschüchtert waren, wieder zu ermuthigen, zu neuem Kampfe aufzu-fordern und sie zu bestimmen, den Bann über die maimunisch-philosophischen Schriften auszusprechen. Die Kabbalisten dieserGemeinde gingen bereitwillig darauf ein, verurteilten Maimuni's

') Das. x. 142. Im Original lautet die Ironie höchst drastisch: P2N bn 21V-

p'pl N2'O 12 'Ol .22'3' ISO N2P1 P2-N1 2'i>2 -PI2P1 nb'212 c'2'22'2 1'b.2O'2 N2P1 P212N121 c'21,22.2 NI22N1 O'P2I22 '22O 21IPI ll'12.2 2221 221p 21P'I72 .

-) Er commentirte den Pentateuch (oder einen Theil desselben), die Salo-monischen Sprüche (beendet 1289) und Hiob (1290). Der Commentar zu denSprüchen und der zu Hiob sind von I. Schwarz veröffentlicht worden.

Ende des Mischle-Commentars: 222222 >-212 82p V21P.2 cp 2-22) i.i'.ic'o21P22P21 22,2 1.2122p 2L'N c'2"1N21.

^) Jmanuel Nomi in seinem NÄLlrbsrst dlo. 8.

°) Folgt aus Hillels erstem Sendschreiben an Maestro Gajo.