Talmudstudium in Italien.
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und sich auch mit Bibelauslegung befaßte. Er galt bei den Späterenals eine hochverehrte Autorität für rabbinische Entscheidungen. Seingelehrter Sohn David und sein Tochtersohn Jesaja, der jüngere, vondem er prophetisch verkündigt haben soll: er werde sein Erbe in derTalmudkunde seinZ, setzten seine Wirksamkeit als bedeutende Talmud-lehrer fort, und seine Nachkommen blieben bis ins siebzehnte Jahr-hundert diesem Studium treu. Meir b. Mose in Rom und Abrahamb. Joseph in Pesaro hatten zahlreiche Talmudjünger in ihren Lehr-häusern ^). In Rom lehrten den Talmud Nachkommen des berühmtenNathan Romi, Verfassers des talmudischen Lexikons ^ruvli (B. VI.yS. 76), Abraham und Jechiel der Mansi, beide zugleich Aerzte.Ein Sohn des Ersteren, Namens Zidkija b. Abraham verfaßte einSammelwerk für Ritualien (Lokidols da I-sket^), das in den Kreisder Studien ausgenommen wurde und als geachtete Quelle gilt.Zidkija b. Abraham stand mit den deutschen Rabbinen, mit Meir vonRothenburg und Abigedor Kohen in Wien in lebhaftem Verkehr^).Selbst eine Frau aus dieser gelehrten Familie der Mansi, Paula,Tochter Abrahams und Gattin eines Jechiel, hatte biblische und tal-mudische Kenntnisse und copirte Commentarien zur heiligen Schrift(1288) in sauberen und feinen Zügen, die noch heute bewundertwerden ^).
Für die Förderung des höheren Wissens wirkten Maimuni'sphilosophische Schriften auf den Sinn der italienischen Juden ein.Sie fingen in dieser Zeit an, sich ernstlich mit dem „Führer" zu be-schäftigen; kundige Männer hielten Vorträge über dieses tiefe Buch°).Wenn auch die Anregung dazu schon von Anatoli ausgegangen seinmag (o. S. 86), so war Hillel aus Verona doch jedenfalls derBegründer und Verbreiter einer wissenschaftlichen Denkweise unter denitalienischen Juden. Maimuni hatte keinen wärmeren Verehrer als
Z Osllaljg. Ibu.-lls.obja in Lobslsobslst.
2) Vergl. Scharr in 2iou II. x. 112 Note 28, 30.
°) Vergl. darüber die eingehende Monographie von Scharr in 2iou a. a. O.x. 44 ff. Scharr hat auch gründlich nachgewiesen, daß das nun 122 nur einAuszug aus dem up^i 'imr ist. Es ist beendet worden 1314, wie der Epilogin der säitio xriuosxs (Mantua 1524) lautet.
4) ouuu.i iirpo Ns. der Bodlejana hat eine Stelle: 2 . 112 s p i>pix usP 12 sid invos 2 iii> PNI PIPS nms nii>su> np pi>s iini>u> )io.
°) Ns. der Breslauer Seminarbibliothek Ho. 27. Der Epilog lautet: iwni
i>pd IM 01 1U2 U22 2SI' 10 12IO1 L112S '1 NI >1112 'IS N' ip U'11'21 11 N1I2P
'1 INL'SI 711 P. 1 .
°) Vergl. Abraham Abulafia's Mittheilung in IUI pp Id'is bei llslliusb,Lst bs.-Nicirs.seb III. Einleitung XIll.
Brach, Geschichte der Juden. VII.
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