Mose Taku.
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bürg und Wiener Neustadt, wo er starb. Ein Buchstabenglänbigerder wunderlichsten Art, war ihm die philosophische und gedankenmäßigeAuffassung des Judenthums gleichbedeutend mit Leugnung der Thoramnd des Talmud. Taku bemerkte: das Bibelwort und die Agadasprechen von der Gottheit wie von einem Wesen mit bestimmter Gestalt.Darum dürfe man daran nicht mäkeln, sondern müsse annehmen, daßvon ihr wohl ausgesagt werden dürfe, sie habe Bewegung, Gehen,Stehen, Zorn und Wohlwollen. Wer solches leugne, sei ein Ketzers.Taku war sehr folgerichtig in seiner Gegnerschaft. Er verketzerte nichtblos Maimuni (dessen philosophische Ansichten er nicht einmal ausdem „Führer" kannte, sondern lediglich aus Partieen im Religions-codex) und nicht blos Jbn-Esra, sondern auch den Gaon Saadia, weildieser durch seine philosophischen Schriften zuerst die Bahn zu dieserRichtung gebrochen habe. Von ihm sei diese neue Lehre ausgegangen,welche in jüdischem Kreise bis zu seiner Zeit unerhört gewesen ^). AusSaadia's philosophischen Schriften hätten erst die Späteren den Un-glauben eingesogen 3). Er nennt Saadia unehrerbietig: einen Armenan Geist, der die Worte der Schrift und des Talmud geleugnet^).Taku stellte daher Saadia und Maimuni mit Jbn-Esra auf eine Linieund sagte von ihnen, daß sie die Leute irregeführt und selbst frommeMänner verleitet hätten^). Ja, von einem richtigen Instinkt geleitet,behauptete er, daß diese Männer den Weg der Karäer eingeschlagenhätten 0). Jeder fromme Jude, der an die schriftliche und mündlicheLehre glaubt, müsse sich daher von deren Thorheit fernhalten?.) Da-gegen verwarf Taku die mystischen Schriften und das die Gottheitplump verkörpernde Buch von dem Maße Gottes (8obiur-Loma), be-trachtete es als untergeschoben, da im Talmud keine Rücksicht daraufgenommen werde, und meinte, die Karäer hätten es aus Bosheit ein-
ll'L' 1'INI >1'1'H> mnbwll Mion .Ill '3 '1 (Hovsllöu zu Gittin I) nicht
mit Taku identisch sein, wie es denn überhaupt höchst unwahrscheinlich ist, daßNachmani mit deutschen Gelehrten in einem vertrauten Verhältnisse gestandenhaben sollte. Für mnim muh man vielleicht lesen — kslauvia. oder gar
mllrbao.
*) Hstab lllurnim in Osar Usoluns-ä III. p>. 59, 63, 68, 73, 79.
2) Das. x. 75, 77, 83. Das. x. 65, 68.
st Das. x. 68, 69, 79. °) Das. x. 82.
°) Das. x. 80—81. Der karäische Pentateuch-Commentar, von dem Takuan dieser Stelle mittheilt, er sei von Babel (Bagdad) nach Reußen und vonda nach Regensburg gebracht worden, scheint von dem Touristen Petachjaeingeführt worden zu sein, dessen Reisebericht ebenfalls nach Regensburggelangte und von dem frommen Jehuda aus Regensburg gekürzt wurde, wieder Eingang angiebt.
h Das. x. 75.