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Geschichte der Juden.
zu beschränken, theils sie ihres natürlichen Sinnes zu entkleiden undin Allegorien (Typen) umzudeuten. Er löste die Scheinbeweise aufwelche Raymund Martin und Andere aus der talmudischen Literaturdafür geführt hatten, daß die Religionsgesetze des Judenthums einstaußer Kraft gesetzt weroen würden, und betonte wiederholentlich denUmstand, daß an vielen Stellen der Bibel ihre ewige Gültigkeit be-sonders hervorgehoben wird. — Die lange Dauer der Leiden Israelsin der Zerstreuung seit der Zerstörung des zweiten Tempels seidurchaus nicht als Strafe wegen Jesu Verwerfung anzusehenTreffender als die Verteidigung sind Ben-Adret's Angriffe auf dieManier des Raymund Martin, christliche Dogmen aus Bibel undTalmud zu beweisen. Wenn dieser behauptete, in den Worten: „HöreIsrael, Jahwe unser Gott, Jahwe ist einzig" liege die Dreieinigkeitausgesprochen, und wenn er noch eine Agadastelle als Stütze dazuheranzog 2). so war es für Ben-Adret nicht schwer, die Sinnlosigkeitsolcher Beweisführung aufzudecken. In dieser Widerlegung undRechtfertigung zeigte Ben-Adret eine bewunderungswürdige Milde undRuhe; es entfuhr ihm keine scharfe und leidenschaftliche Aeußerung.
Herber ist indeß seine Polemik gegen einen mohammedanischenSchriftsteller, der mit rücksichtsloser Kritik gegen alle drei geoffenbartenReligionen zugleich, Judenthnm, Christenthum und Islam, zu Feldezog und dessen Kampfesart sich recht geschickt gegen schwache Punkterichtete. Dieser unbekannte Kritiker hatte unter Anderem behauptet,die Thora sei während eines mehr als tausendjährigen Zeitraums garnicht in den Händen des Gesammtvolkes, sondern lediglich in denender Hohenpriester gewesen. Die israelitischen Könige hätten nun indieser Zeit nicht nur die Propheten verfolgt, sondern auch die Thoraverstümmelt und entstellt; ja, sie sei ganz vergessen gewesen, bis sieerst durch Esra dem Volke zugänglich gemacht worden sei. Die
*1 Dieser Einwurf ist besonders gegen Raymund Martin gerichtet, puZio III.3, 21. und andere Stellen.
2) I?uAio II. 1, 3. ^.ttsnäs guonis.ru in . . . tsr äissnckv Osns (a.uäiIsrs.sk Ooininus Osns nostsr Osns unns> äoost ts rnz-stsrinrn Trini-tatis sie. weiterhin citirt Marlin (gegen Ende des Kapitels) eine Agadastelleals Beweis für die Trinität: kroo sst guoä in kckiärs.sslr Tiklirn tskitsrssripturn sst: pis si,i". m o-ils Den Beweis von den misw y,ii, denRaymund Martin aufgestellt, widerlegte Ben-Adret schlagend; durch die Paral-lelisierung ergiebt sich, daß diesem die xuZio Vorgelegen hat Dort heißt es:(I. 3, II): I?sr ists. — mir-o ppi —- gniclsrn ss-tis palst, cknässos ssssIsIsiArspllos, turss, stgns rnsn<Is.LS8. In Ben-Adrets Schrift heißt es:'1 (I? um) L'UM M1LW YP1 cie- — mt'n 1"' ;msi U'ip P11 2VQ
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