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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

und Diniz (12791325). Nicht nur wurden sie von den kanonischenGesetzen, den Zehnten an die Geistlichen zu zahlen und ein Abzeichenzu tragen, befreit, sondern hervorragende Personen unter ihnen wurdensogar zu höheren Aemtern befördert. Der König Diniz hatte einenjüdischen Schatzmeister, Namens Juda, Großrabbiner von Portugal(L.rrab^ woor), der so reich war, daß er eine bedeutende Summezum Ankauf einer Stadt vorschießen konnte. An aufrührerischenGeistlichen, welche vom Papstthume anfgestachelt wurden, die Landes-gesetze nach den kanonischen Beschlüssen abzuändern, fehlte es zwarauch hier nicht, was einen harten Kampf zwischen dem Königthum unddem Klerus entzündete Juden und Mohammedaner wurden beauf-tragt, die Strafen zu Vollstrecker). Um indessen Frieden mit derzänkischen Kirche zu haben, fügte sich der König Diniz und führte diekanonischen Gesetze ein, aber es war ihm nicht Ernst damit.

So hatten die Juden auf der pyrenäischen Halbinsel trotz derüberhandnehmenden Eingriffe der Kirche, trotz ihres bösen Willens, siezu erniedrigen, und trotz der fanatischen Predigten und Disputationender Bettelmönche noch immer einen bedeutenden Vorsprung vor denender übrigen europäischen Länder. Hier Pulsirte das geistige Lebennoch immer am kräftigsten, die Gestaltung des Judenthums ging end-gültig von hier aus, Fragen von Bedeutung wurden hier aufgeworfen,verhandelt, mit Leidenschaftlichkeit erörtert und entschieden. Um denLehrinhalt des Jndenthums wurde hier gekämpft, und die Errungen-schaften der spanischen Juden gingen erst allmälig zu denen der übrigenLänder und Erdtheile über. Durch einen Rabbiner von bedeutenderGeisteskraft wurde Spanien wieder, wie in der vormaimunischen Zeit,für zwei Jahrhunderte zum Mittelpunkt der Judenheit erhoben.Dieser Rabbiner war Salomo b. Abraham Ben-Adret ausBarcelona (abgekürzt Raschba, geb. um 1245, st. 1310^). Er war

') Laronius (Raz-naläus) annnin 1289 dio. 17, 23 und 29. Unterden Vergehungen, welche der Papst dem König Diniz zum Vorwurf machte,war auch das: guintns äscnnus, gnoä prsticit äuäasos (rsx Dionysius)inäiüsrsntsr contra Zsnsralia statuta concilii IsZsrngus patsrnarn inotlicia publica, guos ästsrsnäuin si^nnnr .... coinpsllsis äsbsrst,nsc ipsos äuäasos äsbitas äsciinas psrsolvsnäas cornxslli porrnittit.Vergl. Ooräo rnornorias sobrs as Inäsos sin UortuZal in den rnsrnoriasäa 24caäsinia rsal äas sscisncias äs Uisboa 1?. 8, parts 2. Oap. 4, 5und Schäfer, Geschichte von Portugal I. S. 322, 388, II. S. 63 ff. Vergl.Kayserling, Geschichte der Juden in Portugal I. S. 322, II. S. 63 ff. undGeschichte der Juden in Portugal S. 19 sg.

2) Seine Geburtszeit folgt daraus, daß er reifer Jünger des 1263 ge-storbenen R'Jona Gerundi und des 1267 ausgewanderten Nachmani war. Sein