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Geschichte der Juden.
sollten Christen, bei Vermeidung schwerer Kirchenstrafe, kein Feuerund Wasser reichen und überhaupt jeden Verkehr mit ihnen abbrechen.— Für den Augenblick war die Ausschließung der Juden in Ungarnund Polen aus der christlichen Gesellschaft von keiner Bedeutung, dasie diese Ausschließung nicht blos mit den Mohammedanern, sondernauch mit den schismatischen Griechisch-Katholischen theilten. Auchdiese durften zu keinem Amte zugelassen werden*). Mohammedanersollten ebenfalls ein Abzeichen tragen, aber nicht von rother, sondernvon gelber Farbe. Die Magyaren und Polen waren aber damalsnoch nicht verkirchlicht genug, um auf die gehässigen Spitzfindigkeitender Welt- und Klostergeistlichkeit einzugehen, denen Feuer und Wasserzu versagen, welche keinen rothen oder gelben Flecken trugen. Erstüber ein halbes Jahrhundert später trug die böse Aussaat giftigeFrüchte. Der letzte König aus Arpads Geschlechte, Ladislaus IV.,bestätigte diese absonderuden Synodal-Statutcn für Ungarn.
Dasselbe Verhältniß fand auch im äußersten Westen Europas,auf der Pyrenäischen Halbinsel statt. Weil hier ebenfalls neben Christenund Juden auch Mohammedaner wohnten, konnte die Kirche mitihrer Unduldsamkeit nicht durchdringen, und sie war nicht im Stande,die Juden so leicht zu demüthigen. Hier kam noch hinzu, daß dieJuden vermöge ihrer höheren Bildung und ihrer Theiluahme auallen inneren und äußeren Vorgängen den Feindseligkeiten ihrer Gegnerentgegen wirken konnten. Alfonso der Weise, König von Castilien, hattezwar selbst in sein Gesetzbuch den Ausschluß der Juden von Staats-ämtern ausgenommen. Nichtsdestoweniger fuhr er fort, Juden wichtigeFunctionen zu ertheilen. Don Zag (Isaak) de Malea, Sohn DonMe'irs (o. S. 115), ernannte er zum königlichen Schatzmeister. Er wurdezwar dafür von dem Papste Nikolaus III. hart getadelt (1279), enthobsie aber darum doch nicht ihrer Aemter. Wenn er auch einst gegenDon Zag erbittert wurde und seinen Unmuth die Juden überhauptempfinden ließ, so geschah dies nicht aus Rücksicht auf die Kirchesondern es entsprang aus unglücklichen Familienverhältnissen. DonZag hatte nämlich bedeutende Geldsummen des Staates in Ver-wahrung, welche der König zu einem Feldzug gegen die Mauren inAndalus bestimmt hatte. Der Jnfant Don Saucho, welcher gegenseinen Vater feindselig gestimmt war und für seine mit ihrem Gattenzerfallene Mutter Partei genommen hatte, zwang den jüdischen Schatz-es Das. Uo. 1l4: I>rsstsrss ststuimus, guock trlbuis, vsotÜAslis,tslouss ssu psäsZis vsl gussvis slis otllois ckuässis, 8a.rs.osii is,Israsslitis, 8avisiu.s4iois ssu. gaidasouugus sliis sb uräons lläsivstllolicss slisuis rmltslsnus somiiii1.rsutllr.