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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Alfonso von Castilien und Don Zag de Malea. 141

meister, ihm die öffentlichen Gelder einzuhändigen; er wollte sie znGunsten seiner Mutter verwenden. Der König Alfonso, aufs äußersteerzürnt darüber, ließ, um dem Sohne einen Denkzettel zu geben, DonZag plötzlich verhaften, in Ketten schlagen und gefesselt grade durchdie Stadt führen, in welcher sich der Jnfant damals befand. Ver-gebens bemühte sich Don Sancho, den jüdischen Almoxarifen, derseinetwegen unschuldig litt, zn befreien; Alfonso ließ ihn gerade des-wegen hinrichten (1280 *). Er ließ sogar sämmtliche Juden Castiliensseinen Unmuth über diese That eines ihrer Stammgenossen büßen, diekaum als ein Vergehen betrachtet werden kann. Derweise" KönigAlfonso ertheilte Befehl, sie sämmtlich an einem Sabbat einzukerkern,und legte ihnen auf, bis zu einer bestimmten Frist 12,000 Maravedisjeden Tag als Strafgelder zu zahlen 2). Die Gemeinden mußtenalso den geleerten Staatsschatz füllen. Indessen bekam die Gewalt-that an Don Zag dem König sehr übel. Sein Sohn war darüberso sehr erbittert gegen ihn und fühlte sich über Don Zags Mißhand-lung und Hinrichtung persönlich so sehr verletzt, daß er sich offengegen ihn empörte und den größten Theil des Adels, des Volkes undder Geistlichkeit auf seine Seite zog. Der unglückliche König, der beiseiner Thronbesteigung so hochfliegende Träume hegte und alserwählter deutscher Kaiser eine Weltmonarchie zu gründen hoffte,fühlte sich in seinen alten Tagen so verlassen, daß er sich weinend aneinen mohammedanischen Fürsten wendete, ihm hilfreich beizustehen,da er im eigenen Lande keinen Schutz und keinen Vertheidigerfinde."

Die Lage der Juden unter Don Sancho, welcher nach seinesVaters vor Harm erfolgtem Tode den Thron bestieg, war eine leid-liche, aber von Launen abhängige. Er scheint einen Sohn des Hin-gerichteten Don Zag mit dem Amte des Almoxarifen betraut zuHabens. Dieser König ließ zuerst die Judensteuer (öuäsriu) für dieGemeinden Neucastiliens, Leons, Murcias und der neuerworbeneuProvinzen in Andalusien (!a l?rontsru) reguliren. Bis dahin hattejeder Jude für sich und seine Familie eine Kopfsteuer (blusabsraluisnto),

*) äs lilonässo-r rusruorms äst rsz? Don ^.Ikouso sl subio x. 366.g-iumlss äs Lsvilln I. x. 297.

2) äs Nouäsjur a. a. O. x. 367. In der dort citirten Chronik heißt es,die Juden hätten die Summe bezahlen müssenonäis, äis,"joden Tag" ohnedaß eine Frist angegeben ist.

°) Lssxx. Lsn-^ärst I. No. 1159 scheint sich auf die Hinrichtung desDon Zag zu beziehen: ^ -mm ^ orm pmi

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