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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Persönlichkeit als durcb seine Schriften auf seine Zeitgenossen und dieFolgezeit cingewirkt. Seine zahlreichen Jünger, darunter der bedeu-tendste Salomo den Adret, haben die uachmanische Geistes-richtnng innerhalb der spanischen Judenheit maßgebend gemacht. Be-geisterte und unerschütterliche Anhänglichkeit an das Judenthum, Hoch-achtung vor dem Talmud und völlige Hingebung an denselben,dilcttantenhafte Kunde von der Zeitbildung und der Philosophie, An-erkennung der Geheimlehre als eine uralte, mit Scheu zu behandelndeUeberlieferung, ohne sich darin zu vertiefen, diese Merkmale findensich durchschnittlich an den spanischen Rabbinen und Vertretern desJudenthums in der Folgezeit. Fortan beschäftigte sich selten einspanischer Rabbiner eingehend mit Philosophie oder mit irgend einemFache der Wissenschaft, nicht einmal mit Bibelexegese. Dem Talmudwar ihr Denken ausschließlich zugewendet, die Wissenschaften fandennur noch in außerrabbinischen Kreisen Pflege. Die einfache Bibel-erklärung in der Art, wie sie Jbn-Esra und Kimchi betrieben, wurdeüberhaupt vernachlässigt.

Die Literaturgeschichte kennt nur einen einzigen Bibelexegetendieser Zeit, einen Jerusalemer Tanchum ^), Sohn eines gelehrten

tarien ausgearbeitet hat. Edelmann hat ein Schreiben von N. gesehen, datirtvon 1268 (Obsruäa Osuusa XXV. Note). Die Zahl 'r '.n bei Zacuto 1260für Nachmani'S Todesjahr ist jedenfalls ein Corruptel. Isaak Chelo referirt,daß Nachmani und Jechiel aus Paris mit vielen andern, die in Akko starben,in Chaifa beerdigt wurden (Oariuolzr Itiusrairss p. 245).

*) Tanchums Name tauchte erst am Ende des vorigen Jahrhunderts auf,auferweckt durch den Orientalisten Schnurrer, der zuerst etwas von dessenCommentarien mitgetheilt hat. Seitdem sind seine exegetischen Arbeiten mehrans Licht gezogen worden, ohne daß man Näheres von seiner Biographie wüßte.Munk setzt Tanchum vor David Kimchi, weil er dessen exegetische Schriftennicht citirt (Einleitung zu Habakuk p. 3>; allein es ist noch zu beweisen, daßKimchi's Arbeiten im Orient schon so bekannt waren, daß ein später Lebenderdarauf hätte Rücksicht nehmen müssen. Es folgt im Gegentheil aus einemPassus, den Munk selbst aus Tanchum's Lorssbiä citirt, daß er nach derInvasion der Mongolen in Palästina, also nach Kimchi, schrieb. Der Passuslautet: I-a ässaäsues äss stuäss, oausss par Iss troublss st Iss rualbsuisgui attliAsaisut ostts spogus, st gut psrrusttaäsut ü, psius gu' cms'oosllpLt äs Is, Isoturs äu tsxts bibligus, st L plus torts raison, ä's-utrssstuäss. Unter diesem Unglücke kann nur die Verheerung Palästina's durchdie Mongolen 1260 verstanden werden. Tanchum hat also später geschrieben,aber nicht lange darauf. -- Von seinen Commentarien rsrw, mit einer

längeren Einleitung dazu: sind bis jetzt edirt: 1; zu Josua, von Haar-

brücker, Berlin 1862 (in den wissenschastl. Bl. aus der Veitel-Heine-EphraimschenLehranstalt); 2) zu Richter oap. 1 12 von Schnurrer, Tübingen 1701, oap. 13bis Ende von Haarbrücker, Halle 1847; 3) und 4) zu Samuel und Könige von