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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Nachmani's Tod.

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Tadel seiner Zeitgenossen nicht, zumal er im Commentar Ausfälleauf Maimuni und noch heftigere ans Jbn-Esra gemacht hatte. EinVerehrer der Philosophie und ihrer zwei schwärmerischen Jüngerschrieb eine Widerlegung gegen ihn und schickte ihr eine Satyrevoraus, in der er namentlich Nachmani's Mystik lächerlich machte^).Die Frommen verehrten ihn dagegen als den ganz besonders gläu-bigen Rabbinen, und wie seine talmudischen Arbeiten fleißig gelesenund benutzt wurden, ebenso wurde sein Commentar ein Lieblingsstudiumder Mystikers.

Nachmani, der noch über drei Jahre in Palästina lebte, unterhieltVerbindungen mit seinem Geburtslande, wodurch Judäa und Spanieneinander näher rückten. Er schickte seinen Söhnen und Freunden seineWerke ein und gab ihnen in Briefen Aufschluß über die Lage desstets vom Elend verfolgten Stammlandes ^). Er erweckte dadurchwieder die Sehnsucht nach dem heiligen Lande, welche einige Männervon schwärmerischer Gemüthsart dahin zog. Nachmani starb als einSiebziger (um 1270), und seine Gebeine wurden in Chaifa beigesetztneben seinem Schicksalsgenossen R' Jechiel aus Paris, der vor ihmausgewandert war. Es wäre ein Wunder, wenn sich nicht an denwundergläubigen Nachmani eine wunderhafte Sage geknüpft hätte.Sie erzählt: Seine Jünger, die ihm bei seiner Auswanderung dasEhrengeleite gegeben, hätten von ihm ein Zeichen verlangt, wodurchihnen sein Todestag kund würde. Darauf habe er ein solches gegeben:Der Leichenstein seiner Mutter werde sich an seinem Todestage spalten.Drei Jahre nach seiner Auswanderung hätten seine Jünger dasDenkmal gespalten gefunden Z. Nachmani hat noch mehr durch seine

fl Zeitschrift Lllmlus II. Ende. Auch Hillel aus Verona, ein jüngererZeitgenosse, urtheilte von Nachmani, daß seine Widerlegungen maimunischerLehrsätze geschmacklos seien (Ollsvaäs, Osnuss, p. 20).

fl Todros Levi verfaßte einen Commentar zu Nachmanis Mysterien um 130»(vergl. äs Rosst ooätess tllo. 68 und über denselben Note 12), ferner Schem-Tob Jbn-Gaon 1315, Isaak aus Akko um 1330, und noch Andere.

fl Außer den zwei bekannten Sendschreiben zum Schluß des Psntateuch-Commentars (von denen das letztere auch unter dem Titel irm.n edirtist), sind noch zwei handschriftlich vorhanden, von denen das eine angeblich aneinen seiner Söhne in Barcelona gerichtet, aber wohl apokryph ist. Das andere,angeblich an seinen Sohn am kastilischen Hofe, ist in der Leydener BibliotheklWarner 59, 3) mit der Ueberschrift: pnso iri'.no pvn.n nnn

'Pvn nsv -non- na nn.-w , dessen Echtheit erst kritisch zu untersuchen ist.

fl Die Sage hat Jbn-Jachja in Lolls-Isollslst aufbewahrt. Hält mandie drei Jahre fest, so fiele Nachmani's Tod 1270. Von diestr Zahl läßt sichnicht viel abmäkeln, da seit 1267 wohl einige Jahre verstrichen sein müssen,bis sich Jünger aus weiter Ferne um ihn gesammelt, und er seine Commen-