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Geschichte der Juden.
nicht zu reizen, wurde Nachmani doch zu zweijährigem Exile ausseinem Geburtslands und seine Schrift zum Scheiterhaufen verurtheilt.Die Inquisition war noch nicht allmächtig. Die Dominikaner warenaber mit diesem verhältnißmäßig milden Urtheilsspruche keineswegseinverstanden, sie hatten eine härtere Strafe erwartet. Wie es scheint,,beabsichtigten sie Nachmani vor ihr eigenes Tribunal vorzuladen, undohne Zweifel den Stab über ihn zu brechen. Diesem Ansinnen wider-setzte sich der König Jayme mit Energie. Er übergab ihm eine ArtFreibrief des Inhalts, daß Nachmani in dieser Angelegenheit lediglichin Gegenwart des Königs angeklagt werden dürfe (April 1265). DieDominikaner waren selbstverständlich wüthend über die Milde desKönigs und den scheinbaren Eingriff in ihre Gerechtsame, über Lebenund Tod zu sprechen. Sie appellirten an den Papst Clemens IV.,daß der König den Verfasser einer das Christenthnm schmähendenSchrift ungeahndet gelassen habe. Der Papst, welcher zur selben Zeitandere Beschwerden gegen den König von Aragonien auf dem Herzenhatte, sandte ihm ein sehr strenges Breve zu, hielt ihm ein Sünden-register vor, worin auch die Punkte vorkamen, daß er jüdische Beamtenihrer Würde entkleiden und jenen argen Bösewicht streng bestrafenmöge, welcher, nachdem er ein Religionsgespräch gehalten, eine Schriftveröffentlicht habe, gewissermaßen um dem Jrrthnm eine Trophäe zuweihen (1266). Ob sich der König den Zumuthungen des Papstesin Bezug auf Nachmani gefügt hat, und wie weit dieser bestraftwurde, ist unbekannt geblieben. Eine Strafe ist jedenfalls über ihnverhängt worden, nur wie es scheint, Verbannung aus seinem Lande.Nachmani verließ nämlich als Siebziger Vaterland, zwei Söhne, Lehr-haus, Freunde und Verehrer und ging in die Verbannung. Er wandtesich nach dem heiligen Lande, zu dem er dieselbe glühende Sehnsuchthatte wie sein Gesinnungsgenosse Jehnda Halevi. Er ging freilichnoch weiter darin und behauptete, es sei jedes Juden religiöse Pflicht,in Judäa zu wohnen Z. So hatte ihm das Geschick den Gefallengethan, ihm zur Erfüllung eines Gebotes und zur Stillung seinerSehnsucht behilflich zu sein. Auf einem Schiffe wanderte er aus undlandete in Jean d'Acre (1267), das damals noch in den Händen derChristen war. Von da beeilte er sich nach Jerusalem zu gehen(9. Ellul ^ 12. Augusts.
ft Zusätze zu Maimum's Lsksr Hu-Llisrvot scl. Larliu x. 80 u. f.Pentateuch-Commentar zu Numeri 33, 53 und Deuteronomium I.
") Sendschreiben zum Schluß des Pentateuch-Commentares und das Send-schreiben an seinen Sohn Nachman, vergl. Note 7.