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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

kauern geleiteten höheren Schulen ließ Penjaforte auch Hebräisch undArabisch unterrichten, damit die Predigermönche an diesen Sprachenein Mittel haben möchten, Bekehrungen wirksam zu unternehmen.

Ein Jünger dieses Ordens, Pablo Christiani aus Montpellier,ein getaufter Jude*), war der erste Missionsprediger zur Bekehrungder Juden. In Südfrankreich und anderwärts reiste er umher,forderte Juden zur Disputation auf und wollte ihnen beweisen, daßJesu Messianität und Göttlichkeit in Bibel und Talmud bestätigt sei.Da seine Mission aber von geringem oder gar keinem Erfolge gekröntwar, so fiel de Penjaforte auf den Gedanken, ein öffentliches Religions-gespräch am königlichen Hofe über Judeuthum und Christenthumzwischen Pablo Christiani und dem berühmtesten Rabbinen Spaniens,Mose Nachmani, zu veranstalten, in dem Wahne, wenn dieser bekehrtwürde, so könne es nicht fehlen, daß sämmtliche Gemeinden zumChristenthum übertreten würden. Nachmani erhielt darauf vom KönigZahme ein Einladungsschreiben, sich in Barcelona zu einer feierlichenDisputation einzufinden (1263).

Nachmani erschien und mußte sich widerwillig ziir Disputationbereit erklären. Er that es aber mit Würde und vertrat das Judeu-thum vor einem christlichen König ebenso ehrenhaft, wie zwölf Jahr-hunderte vorher Philo aus Alexandrien vor einem heidnischen Kaiser.Nachmani erklärte von vorn herein vor Jayme und dem Beichtvaterde Penjaforte, daß er sich nur unter der Bedingung vollständigerRedefreiheit zum Disput Herbeilaffen werde, um vor seinem Gegnernicht zurückzustehen. Der König bewilligte diese Bedingung. Alsde Penjaforte dabei bemerkte: er möge nur diese Freiheit nicht zuLästerungen auf das Christenthum mißbrauchen, erwiderte er mit

*) Die Hauptquelle für diese Fakta ist das von Nachmani selbst verfaßte:bi°> mr°> op moi (äisxntatio Raoluns-nickis onin 1?a,ulo Ollristiani) nachder ersten und besten Ausgabe Constantinopel 1710 (in der Sammelschrift rwnto>imn), die von den Handschriften nur wenig divergirt. Daß diese Schrift echtnachmanisch ist, woran nur die schlechte Wagenseil'sche Ausgabe zweifeln machenkonnte, ist ans dem ganzen Tenor zu entnehmen. Die Echtheit wird übrigensdurch die päpstliche Bulle (Note 2) bestätigt. Daß Fray Pablo ein Convertitwar, sagt ein Schreiben des Papstes Clemens IV. ausdrücklich- lraso antsrncillsotus ülius nostsr ?s.nlns, äiotus Ollristis-nus orsciitur nonnaoäionrn xrotuturus, gnia, sx «Inckasis tralrsns oii(-insin, st intsrso8 lltsrls Usbra'tois instrnotns, linAuarn novit . . . ot IsMin st srrorssLllornrn, bei Carpzov 1?rosiniuin zu xuZio ücksi. Nachmani referirt imEingänge, daß Pablo vor der Disputation Bekehrungsreisen in der Provenceund anderswo gemacht: (:8w mir, Hrir» mo w crri nrvrwrr.

E. C. Girbal illos ckuäios äs O-srons, 1870. Historisches Jahrbuch der Görres-Gesellschaft 1887.