Die jüdischen Aerzte.
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Kirchenversammlung zu Beziers faßte zuerst diesen Punkt in's Auge,die Juden von der Ausübung der Arzneikunde an Christen aus-zuschließen. Unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Narbonne erneuertedieses Concil — das auch allerhand Plackereien über die albigensischenKetzer verhängte — sämmtliche älteren Beschränkungen, daß die Judennicht übermäßigen Wucher treiben, nicht christliche Dienstboten undAmmen halten, daß sie nicht zu Aemtern zugelassen werden, daß siein der Charwoche nicht ausgehen, daß sie an die Kirchen jährlichsechs Denar auf die Familie zahlen, daß sie besondere Abzeichen (dasZeichen eines Rades) auf der Brust tragen, daß sie den Fleisch-verkauf nicht öffentlich halten sollten, und fügte eine neue kanonischeVerordnung hinzu, bei Androhung der Excommunication, daß Christensich nicht von jüdischen Aerzten behandeln lassen dürften (Mai 1246 ^).Diese Beschränkung wurde auf einem andern südfranzösischen Concilwiederholt. Die Juden hatten die Arzneiwissenschaft in Südfrankreichin Flor gebracht. Die Tibboniden, Großvater, Sohn und Enkel,waren Lehrer der christlichen Aerzte, und nun sollte der dritte Tib-bonide, Mose (blühte um 1245 — 1275^), der Uebersetzer philo-sophischer und medicinischer Schriften, seine Kunst für christliche Krankeeinstellen! Ein anderer medicinischer Schriftsteller und praktischer Arzt,Schem-Tob b. Isaak aus Tortosa (geb. 1206, schrieb um 1261 bis1264 2) war Lehrer der Arzneikunde in Marseille für christlicheZuhörer und machte diese mit den Ergebnissen der arabischen Schule
*) Llansi eoneilia D XXIII. p>, 701 . eanonss 37 — 43 .
2 ) Mose Jbn-TibbonsUebersetzungsn tränen als Daten dis Jahre von 1244 bis1274 , vgl. die Bibliographen über ihn. Er hat auch einige selbständige hebräischeWerke geschrieben, die von geringerer Bedeutung und wenigem Einfluß gebliebensind, unter andern ein Werk unter dem Titel .-ms, worin er die von Christenverlachte Agada in maimunischer Manier zu Ehren bringen wollte; er bemerktedarin um,i>pi mbp i2pbi 21^2,2 '121 11,212 2b 122111 muri '221 w 'ipi' w 222Ivb,1,1 '1212 ll'2'11,21,
o) Derselbe, der von manchen Bibliographen mit Schem-Tob Jbn Schaprutverwechselt wurde, giebt in seinem handschriftlichen Werke, „Praxis des Zaha-rawi" Zeitalter und einige biographische Züge von sich an. Das Werk istverfaßt 1261 , 12p 1N122 L'2 12P2 111x1 iL'2'21 cw 111102 1212 'i"i 21,22 '2. 1112!2'1,1 12212 PP 2 1'1 '2, '2 1P21 12i>1 121 fip 2^122 1222 '1212 11X bxvxi1N2P12 1'P2 2X1, 2'2 12P2 2MX1, 122, 2'2'i>2' ;2 2X1, 1111 122 b 21L'b l2lp,1 '12 P2I2X121' 'Xlp 'POP, P2,2 '1111 2>PX1 ;2I 222-2 p ,21-!' '1 '112 2sb XI,2X1 ',22p s>22 122X1111102 ,22P1 1112 '1"1 12'X ll'2'2 11111P22 '112X 2112^ 12'X '11221 '1122- '2 - 12'21
12211 2p, Im Verlaufe sagt er: ix'^'2-12 i'p2 121 2'1-1-b 'iDis 2x1, Die Ab-handlung von Almausur übersetzte er 1264 , im Alter von 58 Jahren, Vergl,über ihn Oarrnol^, Iiisboirs äss mscksoins juils x, 78 ff. Sein Geburtsjahrist aber daselbst um 10 Jahre zu früh angesetzt.