Jona Gerundi's Tod.
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mit Ehrfurcht, wie den eines Heiligen. Diese Bekehrung fiel um somehr in's Gewicht, als Jona eine rabbinische Autorität war undmehrere talmndische Schriften, die in großem Ansehen standen, ver-faßte. Auch in diesen Schriften gab er seine Verehrung für Maimunizu erkennen. Da er die Wirkung der Reue am tiefsten empfundenhatte, so verfaßte er zwei verschiedene Schriften über Reue undBuße nach talmudischer Norm*). Selbst Jona's Tod trug dazu bei,die Gemüther zu versöhnen. Er hatte nämlich seine Reise zuMaimuni's Grab stets hinausgeschoben, und als er plötzlich aneiner seltenen Krankheit starb, so waren selbst seine Freunde undJünger überzeugt, daß ihn eine Strafe vom Himmel wegen seinesunerfüllt gebliebenen Gelübdes getroffen habe. In Folge von Jona'sreumüthigem Verhalten gegen Maimuni wurde dessen Autorität immermehr auch von französischen Rabbinen anerkannt, Maimuni's An-sichten Wohl noch wissenschaftlich angefochten, aber nicht mehr ver-dammt und verketzert.
Obwohl die Argusaugen der französischen Geistlichen daraufgerichtet waren, daß die Juden keine Talmudexemplare besitzensollten2), so wußten diese doch sie ihrer Wachsamkeit zu entziehen,und vertieften sich nach wie vor darin; sie konnten nicht davon lassen,es war ihr Lebensodem. Sicherlich kostete es ihnen viel Geld, imGeheimen dem Talmud obliegen zu können. Es wurde aber demPapste Jnnocenz IV. verratheu, daß die Juden sich heimlich der vonder Kirche gebrandmarkten Schriften bedienten, und er, der mächtigsteFürst, hatte nichts Angelegentlicheres zu thun, als den König vonFrankreich zu ermahnen, mit Strenge zu Verfahren und die Exemplareaufsuchen zu lassen ^). Bei Gelegenheit frischte er wieder das Haßathmeude Gesetz auf, daß christliche Ammen kein jüdisches Kindnähren sollten.
Solche beschränkende Gesetze wechselten mit blutigen Verfolgungender Juden ab und wiederholten sich von jetzt an Jahr aus Jahrein, bald hier bald dort, meistens jedoch in Deutschland, dessen vonNatur sanftes Volk die unduldsame Kirche zu Tigern gemacht hatte.Als die Mongolen und Tataren, die wilden Krieger G'enkis-Chans,unter seinen Enkeln von China aus erobernde Einfälle in Europamachten, Rußland und Polen verheerten, sich bis zu den deutsch-
9 IZgsrot lia-Dssollnba. und Lellaar lla-Nosollnba. Vergl. überJona's Schriften die Bibliographen.
9 Rsvus äss Dtmäss lluivss III. S. 214 Ko. 28 vom Jahre 1250.S. 216 Ko. 40 v. I. 1269.
°) Note 5.
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