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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Die neuhebräische Poesie.

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Fabeldichtung hervor. Er war aber nicht im Stande, eigene dra-matische Thiergespräche zu erfinden, sondern bearbeitete meistens dieErzeugnisse älterer Fabeldichter, des indischen Bidpa'i, des griechischenAesop, des arabischen Lokman und auch solche Fabeln, die im TalmudVorkommen, in neuhebräischer Form. Unter seinen hundert und siebenFuchsfabeln (Lliseblä Svliualim) sind nur einige aus eigener Erfin-dung gedichtet. Berachja wollte damit seinen Zeitgenossen,welcheder Wahrheit den Rücken kehrten und der Lüge den goldenen Scepterreichten", einen Spiegel Vorhalten. Pflanzen und Thiere sollten dieVerkehrtheit und Verderbtheit der Menschen veranschaulichen. DerWerth der Berachjanischen Fabeln so wie des MoralbuchesderPrinz und der Derwisch" von Abraham b. Chasdal besteht einzig inder glücklichen Nachahmung des biblischen Styls find in der geschicktenAnwendung von Bibelversen auf einen ihnen fremden Gedankenzug.Dadurch hat ihre Sprache für den Kundigen etwas ungemein Witziges,Anziehendes und Pikantes. Berachja-Crispia wußte damit besondersMaß zu halten, mehr als seine unmittelbaren Vorgänger der charisischenZeit. Er ließ sich nämlich nicht zu übersprudelndem Wortschwall Hin-reißen und hütete sich vor dem Zuviel, dem viele seiner Kunstgenossenerlagen, weil ihnen wie ihm der ganze Sprach- und Satzstoff derBibel stets gegenwärtig war. Der südfranzösisch-hebräische Fabel-dichter verstand auch etwas von Philosophie und überarbeitete SaadiasReligionssystem zu einem Auszuge.

Aus Mangel au Erfindungsgabe ahmte ein unbekannter zeit-genössischer Dichter die biblische Erzählung nach und schmückte denInhalt mit Sagen und Zusätzen aus. Der höchst wahrscheinlichspanische Verfasser des Buches Jaschar goß die Geschichte von Adambis zur Nichterzeit in eine Art chronologisch gehaltenes Epos umund flocht in die Fugen der Geschichte vielfach heldenmäßige Züge ausder Agada, dem Koran und anderen Schriften (namentlich aus dersogenannten erdichteten Chronik des Mose) ein. Seine Schrift, dasBuch Jaschar (auch Dolckot hat weiter keinen Werth als die

vergl. darüber und über die angeblich von Berachja Nakdan stammende Ueber-setzung von Saadia's mp-p innvu und sine Schrift angeblich von demselben,Bloch in Frankel-Graetz Monatsschrift, Jahrg. 1870 S. 402 und 451 fg. Vondemselben Berachja existirt ein Handschrift!. Buch unter dem Titel 'i:n 'i'i überphysikalische Fragen, wahrscheinlich aus einer lateinischen Schrift, Bloch, das.S. 402 fg. Das ist zuerst erschienen Padua 1557. Der Jesuit

Melchior Hanel hat sie 1661 in's Lateinische übersetzt. Vergl. darüber dieBibliographen, besonders Oarraol^, In Uranos IsrasUts x. 21. ff.

lieber das -wo vergl. Zunz gottesdienstliche Vorträge S. 158. Esgehört, nach seiner Annahme, dem dreizehnten Jahrhundert an und weist auf