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Geschichte der Juden.
Da die poetische Zeuguugskraft erschöpft war, so verlegten sich diejenigen,welche die Sprache zu behandeln und Reime leidlich zusammenzufügenverstanden, auf Nachahmung früherer Erzeugnisse. Abraham b.Chasdal, der Parteigänger Maimuni's aus Barcelona, überarbeiteteeine moralische Unterredung zwischen einem weltlich Gesinnten undeinem Büßer (die Geschichte von Barlaam und Josaphat, ursprünglichgriechisch) aus einer arabischen Uebersetzung in hebräische Fassungunter dem Titel „der Prinz und der Nasiräer" (Uon da-Aoloel,W Im-UarirU-
Ein armer Bücherabschreiber, Berachia b. Natronal Nakdan,in der Landessprache Crispia genannt (blühte um 1230— 1245aus Südfrankreich, suchte wieder die bei den alten Hebräern beliebte
U imTn p, gedruckt zuerst Constantinopel 1518; unter dem Titel:Prinz und Derwisch ins Deutsche übertragen von W. A. Meisel, Pest 1860.
-) lieber diesen Fabeldichter ist viel Tinte verspritzt worden, um sein Zeit-alter zu fixiren. Um den Leser nicht zu ermüden und ihn nicht in den: wüstenGewirre von Notizen und Citaten rathlos zu machen, will ich hier nur dasWahrscheinliche zusammenstellen. Der Dichter nennt sich im Vorworte: p .m-oaund in der letzten Fabel (Nr. 107) P?:.1 NWW2P >222 n: 1PVL>, auchgegen Ende: i-n i.iL'po 2nwn .in. Nun hat Dukes (vielleicht auch Andere
vor ihm) in einem Mscpt. folgenden Epilog gesunden: an ana -nn
in'2 un 'mh'nn 'w'Qnn vim.i n:.n 'L-L'.n rpn 2222 UL>i ;ur> U22:nUN'2.1 .22N.21 22^h U'2-i Iin7 UL>2 U2-.2 2V21 2202 in (O^ar Xsllb-
rnaä II. x. 102). Es folgt also daraus, daß Crispia Nakdan, d. h.Berachja b. Natrona'i, 1242 gelebt hat. Für diese Zeitepoche spricht auchdas gewichtige Zeugniß, daß sein Enkel Elia 1333 einen Pentateuch-Codexcopirt hat (bei Wolf I. x. 166). Daß es zwei dieses Namens: Crispia Nakdangegeben haben soll, ist nicht wahrscheinlich. Für einen Crispia b. Isaak Nakdan(Zunz zur Geschichte S. 86) liegen keine kritisch gesicherten Zeugnisse vor. DasCitat in Baruch's .22:222 'o <Nr. 201) stört dieses Datum nicht, selbst dieIdentität beider zugegeben, da es offenbar ein Glossen: ist. Aber keineswegsist der Dichter-Kopist und Philosoph Crispia Nakdan mit dem N ab b inen2:220 n'awo? (aus Drome) in Lurjas' Gelehrten-Katalog (Bd. VI. S. 386Nr. 16) als identisch anzusehen. Und nun noch ein Beweis der Wahrschein-lichkeit. Der Fabeldichter hat Phrasen von Gebirol aus dessen auus.u 222:2nach der Tibbon'schen Uebersetzung benutzt. Er gehört also mit allen seinenVoraussetzungen dem dreizehnten Jahrhundert an. Die Bibliographen habensich aber eine unnütze Schwierigkeit aufgethürmt, die jetzt leicht zu beseitigen ist.Der Hymnus 2:222 2-2- ist nach der Berachjanischen Bearbeitung des Saadi-anischen Dlnunot angelegt und soll Samuel und seinen Sohn Jehuda Chasidaus Regensburg zu Verfassern haben, von denen der letzte 1217 starb. Also,so folgerte man, hat Berachja im 12. Jahrhundert gelebt. Dieser Umstandhat einige Bibliographen bewogen, Berachja Nakdan in dasselbe Jahrhundertzu setzen. Allein Mose Taku tradirt, daß nicht Samuel und Jehuda, dieMystiker, sondern ein gewisser B ezalel und Samuel Verfasser jenes Hymnuswaren (Osar blsvUms.,! III. p>. 61). Hiermit ist die Schwierigkeit gehoben