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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Verfall der neuhebräischen Poesie.

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genösse, sondern auch Leidensgenosse des Alcharisi. Wie dieser, führteauch er ein Abenteurerleben, kam aber ans seinen Reisen nicht so weitund wurde von einem reichen Gönner, Scheschet Benveniste inBarcelona, der selbst Dichter und Anhänger Maimuni's war unddem er seinen Roman widmete, unterstützt. Der dritte Dichter dieserGattung, Jehuda b. Isaak b. Sabbatai, ebenfalls ans Barcelona,wird zwar von Alcharisi selbst unter die besten Knnstgenossen gezählt^);aber seine Leistungen bestätigen das Urtheil keineswegs. SeinDialogzwischen der Weisheit und dem Reichthum" ^), ein Komplimentfür Todros Abulafia Halevi (o. S. 31) ist sehr arm an poetischenWendungen. Nicht viel besser ist sein satyrischer Roman,derWeiberfeind"2); er hat keineswegs den umfassenden Plan der zeit-genössischen Dichter dieser Gattung und steht überhaupt gegen siezurück. Die Erfindung zeugt nicht von großer Begabung. Der Helddes Romans, Serach, wird von seinem Vater auf dem Todtenbettebeschworen, das schöne Geschlecht, das voller Tücke sei, ganz und garzu meiden. Eine Zeit lang befolgt er diese Ermahnung getreulichund Prahlt noch dazu mit seinem Weiberhasse. Eine kluge Frauzettelt aber eine Verschwörung gegen ihn an. Auf ihre Veranlassungverlocken ihn holde Jungfrauen durch reizende Verse, denen er nichtwiderstehen kann. Serach verliebt sich in eine derselben, sein Ingrimmverwandelt sich in Sehnsucht, sein Spott in girrendes Flehen. Erfindet Gehör; aber statt einer Schönheit, die ihm als Ehefrau zu-geführt werden sollte, erblickt er einen Ausbund von Häßlichkeit. Dieschelmischen Weiber weiden sich in Schadenfreude an seiner Demüthigungund Strafe. Die Saiyre desWeiberfeindes" ist zu grell und plump,die Farben sind zu dick aufgetragen. So schnell entartete der guteGeschmack, daß ein unfruchtbarer Dichter, Chajim b. Samchun, andiesem satyrischen Roman einen literarischen Diebstahl beging, Versedaraus entlehnte, sie für seine eignen ausgab und Glück damitmachte 4).

Der Verfall der neuhebräischen Poesie trat rasch ein. Nach demHeimgang dieser Dichter wurde sie immer mehr verwaist, und es ver-ging ein Jahrhundert, bis wieder ein würdiger Nachfolger erstand.

In laollirsnaouj 46: pro nn.-o nein (nnirior) mn

bezieht sich zweifellos auf diesen Dichter.

2) iwpni .ivrn.i geschrieben 1214, zuerst edirt Konstantinopel 1543.

b) ll'Lan nnr- .in.-:' Iran zuerst edirt Konstantinopel sius armo, zuletzt ab-gedruckt in Das.ru Lskouim p. 1 ff. Der Roman ist einem Hochgestelltengewidmet im'.i aiii!>!, ohne Zweifel Abraham Alfachar (iro.i, arabischoder vergl. Bd. V >2 S. 208.

Z Llinolmt ckslluäs in Dssm Lsllsiriiu x. 12.