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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

trieb nur noch welke Blätter. Die Satyren und Epigramme, welchedie Maimunisten und Antimaimiinisten einander zuschleuderten, warendie letzten Erzeugnisse der neuhebräisch-spanischen Muse. Aber auchdiese lachen und kichern nicht mehr, sondern raisonniren und dis-cutiren. Sie gleichen nicht, -wie die Epigramme aus der Blüthezeit,kosenden jungen Mädchen, sondern zänkischen, alten Weibern. Siezeigen ein gefaltetes, vergrämtes, pedantisches Gesicht. Die letztenDichter fühlten selbst, daß die Springkraft der neuhebräischen Poesieerschöpft war und verzehrten sich nur noch in Erinnerungen an diegoldene Zeit.

Die letzten Vertreter der neuhebräischen Dichtung, welche ausder maimunischen Epoche in die gegenwärtige hinüberreichten, warennächst Jehnda Alcharisi, dem unermüdlichen, leichtfertigen Ueber-setzerZ, dem warmen Parteigänger für Maimuni: Joseph b. SabaraUnd Jehnda b. Sabbatai. Alle drei schufen, wie ans gemeinsameVerabredung, die sa lyrische Romanform, in welcher Verwand-lungen den Rahmen und eine überströmende Rhetorik den Inhaltbilden. In ihren Dichtungen liegt mehr gesuchter Witz als anmnthendeKunst. Wie Alcharisi in seinem Roman Tachkemoni unter den Ver-mummungen des Keniten Heber und in den Wechselgesprächen mit demDichter (unter dem Namen He man, dem Esrahiten) Vielerlei,Scherzhaftes und Ernstes, in gereimter Prosa abwechselnd mit Versen,vorbringt und kleine Episoden einflicht, ganz ebenso verfuhr derDichter Joseph b. Sabara (wahrscheinlich Arzt in Barcelona) inseinem Romandie Ergötzlichkeiten" (Sobaasollniin ^). Die Rolleder Vermummungen und Verwandlungen spielt in demselben einDämon Namens En an, der mit dem Dichter Wechselgespräche führt;beide schütten ein Füllhorn von kleinen Novellen, Fabeln und Sprüchenaus der talmudischen und arabischen Literatur in gereimter Prosaund in Versen ans. Jbn-Sabara war nicht blos Zeit- und Kunst-

st Er übersetzte aus dem Arabischen in's Hebräische einen Theil des mai-munischen Mischnah-Commentars nebst Einleitung, den Llors, die Apophtegmender Philosophen, einen angeblichen aristotelischen Brief über Moral, einenDialog angeblich zwischen Galenus und seinem Schüler über die Seele, einemedicinische Abhandlung Galens gegen die schnelle Beerdigung, die maimunischeDiätetik in Reimen, die mediciuisch-gynäkologische Schrift des Scheschet Ben-veniste und eine hebräische Bearbeitung der Makamen Hariri's. SelbständigeArbeiten sind neben Naobksrnoni ein Tegnis (oder prr), eine Einleitungzur hebräischen Grammatik, ein Commentar zu Hiob und ein Buch der Loose,wahrscheinlich astrologisch. Vergl. darüber Dukes in Onnss Oxkorä x. 62.

2) Das Buch habe ich nicht gelesen, sondern nur nach der Beschreibung inErsch und Gruber Encyclop. II. N. 31. S. 39 ff. charakterisirt.