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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

dessen nicht blos für Beobachtung der Ritualien, sondern auch fürEinprägung der Redlichkeit und Wahrhaftigkeit im Verkehr mit Nicht-juden.Wer Nichtjuden belügt oder bestiehlt, entweiht den NamenGottes, indem dieselben dann meinen, die Juden hätten keine Religion,während doch der Rest Jsrael's nicht Unrecht thun, nicht Lügen sprechen,nicht auf Trug sinnen soll." In diesem Sinne predigte er in Spanienund anderen Ländern der Christenheit:Die Israeliten haben denBeruf, sich von dem Vergänglichen fern zu halten und sich des SiegelsGottes, der Wahrheit und Wahrhaftigkeit, zu bedienen." Wenn esdann Gott gefallen hat, Israel zu erlösen, so würden die Völker demzustimmen, weil es ein Volk der Redlichkeit ist. Wenn sie aber be-trügerisch mit den Christen verkehren, so würden diese mit Recht spotten,daß Gott die Betrüger und Diebe auserwählt ^). Mose aus Couchschärfte in seinen Kanzelreden die Tugend der Demuth ein, die denSöhnen Israel um so mehr geziemt, als sie stets Gott vor Augenhaben sollten, und er die Hochmüthigen haßt und die Demuthsvollenliebt 2). Weit entfernt, fanatischen Eifer zu entzünden, redete er lediglichder Friedfertigkeit und Verträglichkeit das Wort. Besänftigend wirkteauch Mose aus Couch dadurch, daß er die Größe Maimuni's anerkannteund ihn den Gaonen gleichstellte

*) Das. Verbote Nr. 2, Ende. Gebote Nr. 73.2) Das. Verbote Nr. 64.b) Vergl. Einl. zu LsraaZ.