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Geschichte der Juden.
Friedrich II. mit Hilfe eines christlichen Gelehrten diese Übersetzungzu Stande gebracht hat (s. weiter unten). Maimuni's Gedanken imGewände der Kirchen- und Gelehrtensprache hätten damals allerdingsder christlichen Rechtgläubigkeit einigen Schaden znfügen können. Denndie philosophischen Ideen, von dem jüdischen Aristotelesjünger biblischgefärbt, waren christlichen Denkern verwandter und zugänglicher alsdie der arabischen Philosophen, welche dem Kirchcnglanben sowenig Berührungspunkte boten. So mochte Maimuni mit seinerReligionsphilosophie den Wächtern der katholischen Rechtgläubigkeitmit Recht verdammlich erscheinen. Ueber Religion denken galt jaüberhaupt damals in dem offiziellen Christenthum ebenso viel wieeine Todsünde begehen. Hätten die Inquisitoren damals schon Gewaltüber die Personen der Juden gehabt, so wären die Maimunistenschlecht gefahren; so aber erstreckte sich die Verfolgung nur überPergamente. Die maimunischen Schriften wurden, wenigstens inMontpellier, in den jüdischen Häusern ausgesucht und öffentlich ver-brannt. Auch in Paris veranlaßte Jona Gerundi das Anzündeneines Scheiterhaufens dafür, und das Feuer dazu soll von der Aliar-kerze einer Hauptkirche genommen worden sein, st Die Feinde desJudenthums frohlockten, daß es, bis dahin einig und enggeschlosien,der Zerklüftung preisgegeben sei und daß es so seinem Verfalleentgegen ginge. Die Gegen-Maimunisten blieben aber auch dabeinicht stehen. Der Unterstützung von Seiten der Machthaber gewiß,verleumdeten sie ihre Gegner bei den Behörden, so daß mehrereGemeindeglieder Montpelliers in großer Gefahr schwebten st.
Diese Vorgänge erregten mit Recht das Entsetzen aller Judendiesseits und jenseits der Pyrenäen. Ein allgemeines Verdammungs-urtheil erhob sich gegen Salomo und Jona. Den weltlichen Armund noch dazu die von Judenhaß strotzenden Kirchendiener zu einerVerfolgung zu Hilfe zu rufen, galt im jüdischen Kreise mit Rechtals der frevelhafteste Verrath. Und nun noch dazu die Dominikanerzu Richtern machen über das, was mit dem Judenthum überein-stimmt oder ihm widerspricht, erschien den Juden damals ebenso viel,wie den heidnischen Feind in das Allerheiligste des Tempels einzu-
Thomas von Aquino Guttmann (Das Verhältniß des Thomas von Aquino zumJudeMhum und zur jüdischen Literatur, Göttingen >891) nachgewiesen. —JedajaBedaresi hebt hervor, daß Maimuni's Schriften von christlichen Denkerngeschätzt werden: bi-un ri.i 'wo nvn bniL" '^r> iwu rnLw.n 'von nmi
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Apologetisches Sendschreiben an Ben--Adret.st Hillel von Verona a. a. O. st Das.