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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Einmischung der Mönche in den Streit.

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Ketzer, oder auch mir der Ketzerei Verdächtige, ja oft ganz Unschuldigezur einigen Kerkernacht oder zum Scheiterhaufen verurteilten. DiePrediger-Mönche Peter Cellani, Wilhelm Arnoldi undandere Blutmenschen dieses Ordens übten ihr Amt mit rücksichtsloserStrenge ans.

Mit diesen Mordgesellcn setzte sich der Rabbiner Salomo, derParteigänger des Talmud und des nackten Buchstabens, in Ver-bindung; durch die Inquisition wollte er seine Sache durchsetzen. Erund sein Jünger Jona sagten zu den Dominikanern:Ihr verbrennteure Ketzer, verfolgt auch unsere. Die meisten Juden der Provencesind von den ketzerischen Schriften Maimuni's verführt. Wenn ihrdiese öffentlich und feierlich verbrennen lassen werdet, so wird dieserAkt ein Schreckmittel sein, die Juden davon fern zu halten." Sielasen auch den Ketzerrichtern verfängliche Stellen aus Maimuni'sSchriften vor^), worüber die glaubensdummen Mönche einen heiligenSchauder empfunden haben mögen. Die Dominikaner und Franzis-kaner brauchten zu einer solchen That nicht zweimal anfgefordert zuwerden. Der päpstliche Cardinal-Legat (vor oder nach December l 233 ^),von demselben fanatischen Eifer wie Gregor H, ging bereitwilligdarauf ein. Die Dominikaner mögen befürchtet haben, daß das Feuerder maimunischen Ketzerei auch ihr eigenes Haus in Brand steckenkönnte. Denn derFührer" war bereits in der ersten Hälfte desdreizehnten Jahrhunderts von einem Unbekannten in's Lateinischeübertragen worden"). Diese Uebersetzung wurde wahrscheinlich inSüdfrankreich angefertigt, wo diese philosophische Schrift ihre zweiteHeimath hatte, und wo gebildete Juden wohl auch lateinisch ver-standen. Möglich, daß Ia ko b A n at o l i, der Leibphilosoph des Kaisers

*) Kimchi's drittes Sendschreiben, Abraham b. Chasdar's Sendschreiben,in der maimnnistischen Briefsammlung; H.llel von Verona in Tanrn Lsüsirirax>. 81.

2) Vergl. Note I.

b) Ueber die ältere schon in den ersten Jahrzehnten des XIII. Jahr-hunderts entstandene und im lateinischen Abendland bekannt gewordene Ueber-setzung desFührers", die der im Jahre 1520 zu Paris veröffentlichten Ueber-setzung des Dominikaners LmZ-rrsbiirns Inotüirinirus zu Grunde liegt, handeltPerles in Frankel-Graetz Monatsschrift Jahrg. XXIV. (Vgl. Steinschneider,Hebr. Bibliographie XV. S. 87, XVII. S. 64; Güdemann, Gesch. d. Erziehungs-wesens II. S. 22829.) Wilhelm von Auvergne und Alexander von Hales,deren schriftstellerische Thätigkeit in die ersten Jahrzehnte des XIII. Jahr-hunderts fällt, haben denFührer" bereits auf das Ausgiebigste benutzt. (Vgl.die Abhandlungen von Guttmann in der Usvas ckss Utnäss llulvss B. XVIII.und XIX.) Die Benutzung des Llors durch Albertus MagnuS hat JE (Ver-häliniß Albert des Großen zu Maimonidss, Breslau I86H und die durch