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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Die Maimunisten und Antimaimunisten.

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in der Toledaner Gemeinde einnahm, seinen edlen, gebildeten und hoch-geehrten Vater, Todros Abulafia in Burgos, nicht besuchen mochte,um seiner Ehre nichts zu vergeben. Und dieser Vater, der ein solchesAnsehen genoß, daß ein Dichter Jehuda b. Isaak Halevi, Arzt'in Barcelona, ihn in einem Romane verherrlichte und zum Schieds-richter zwischen der Weisheit und dem Reichthum machte, dieserTodros war anders geartet, er suchte seinen stolzen Sohn, der nichtzu ihm kommen mochte, auf. Statt Anhänger zu finden, wurde MeirAbulafia von dem wissenschaftlich und talmudisch gebildeten Aaronb. Mesch ull am aus Lünel, einem begeisterten Anhänger Maimuni's,derb abgefertigt, und wie es scheint, im Namen eines gleichgesinntenKreises. Er legte es ihm als Keckheit aus, daß er, der Unreife anJahren und Weisheit, es auch nur wagen konnte, über den größtenMann seiner Zeit ein Urtheil zu fällen.

Indessen blieb Me'ir Abulafia nichtsdestoweniger sein Lebenlangein Gegner der maimunischen Richtung und der Wissenschaft. Seinelitterarische Thätigkeit beschränkte sich auf den Talmud (von dem ereinige Traktate erläuterte) und die pentateuchische Massora oder biblischeOrthographie, die er zuerst übersichtlich sammelte und für die Abschreiberbenutzbar machte l). Wenn er auch nicht Kabbalist war, so hatte erdoch ein warmes Nest für die junge Brut der Geheimlehre bereitet.Er galt in seiner Zeit als Haupt der Finsterlinge. Der GreisScheschet Benveniste aus Barcelona, der bis in sein Alter einwarmer Freund der freien Forschung blieb, dichtete gegen ihn einbeißendes Epigramms:

Freunde, Ihr fragt, warum des Dunkelmanns Name

Strahlend" (Me'ir) klingt, da er das Licht doch haßt?

Nennen doch auch die Weisen die NachtLicht";

So will's der Sprache Doppelsinn.

Gegen das Sendschreiben Abulafia's an die Gemeinde von Lünelrichtete Scheschet Benveniste einen apologetischen Brief an dieselbe,um einer etwa auftauchenden gehässigen Stimmung gegen Maimunivon vorn herein zu begegnen. Auch ein anderer Dichter schnelltedie Pfeile des Witzes in einer Satire gegen Abulafia ab, deren

1) >nimb Z'O rnwv; über dieses Werk, sowie über die talmudischen vergl. die

Bibliographen. Der Lügenschmied Mose Botarel vindicirt ihm ein kabbalistischesWerk es ist aber eben so fingirt wie die meisten kabbalistischen

Schriften, welche Botarel älteren Autoritäten zuschreibt.

2) Daaru Lsirsnirn p. 78. Ueber Scheschet Benveniste vergl. Bd. Vl.gS. 362 Note. Da dieser 1283 bereits ein Greis war, so fällt seine Polemiknoch vor den Ausbruch der Streitigkeiten des Salomo von Montpellier.