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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Spitzen aber unübersetzbar sind ff. Ueberhaupt waren die Maimunistenim Besitze von Kenntnissen und Sprachgewandtheit ihren Gegnern beiweitem überlegen, konnten die Lichtfeinde dem Gespötte preisgebenund die Lacher auf ihre Seite ziehen.

Im Morgenlande rüstete sich der nach Palästina ausgewandertefranzösische Tossafist Simson aus Sens, der die wissensfeindlicheGesinnung mit Mei'r Abulafia theilte, sie in einem Sendschreiben andenselben ff zu erkennen gab und auf seiner Reise nicht einmal mitAbraham Maimuni Zusammenkommen mochte, zu einem Kampfe gegendas Haupt der Aufklärer. Allein da er so ganz und gar ohne wissen-schaftliche Mittel war, so konnte er nur talmudische Waffen gegen ihngebrauchen. Er verfaßte eine eigene Schrift gegen ihn, sie blieb aberso sehr ohne alle Wirkung, daß Einige an deren Existenz zweifelten ff.Auch im Morgenlande trat also die Feindseligkeit gegen Maimunischüchtern auf. Ein Jünger jenes Samuel b. Ali, welcher sich soheimtückisch gegen den Weisen von Fostat benommen hatte (VI. ^ S. 326),Namens Daniel b. Saadia, ein talmudisch gelehrter Mann, dersich in Damaskus niedergelassen hatte, war von demselben Geiste'wie sein Meister gegen die maimunische Richtung beseelt und glaubtedessen Feindseligkeit gegen sie fortsetzen zu müssen. Daniel machtezunächst Ausstellungen an Maimuni's talmudischen Entscheidungen, umdamit gewissermaßen ihm den Boden zu entziehen, auf dem eben seinegebietende Bedeutung ruhte. Denn eben weil Maimuni eine rabbinischeAutorität war, fanden seine philosophischen (und wie die Gegnersagten) ketzerischen Lehren eine so gefährliche Anerkennung und Ver-breitung. Indessen hielt es Daniel für gerathen, einen ehrfurchts-vollen Ton gegen den einzuhalten, den er bekämpfen wollte; er schicktesogar die polemische Schrift Abraham Maimuni zur Prüfung zu.Dieser, welcher den höchsten Begriff von der talmudischen Gelehrsam-keit seines Vaters hatte, gab sich Mühe, Daniel's Ausstellungen zuwiderlegen ff, und seine Antworten waren nicht frei von Gereiztheit;aber er war wahrheitsliebend genug, einzugestehen, daß sein Vaternicht unfehlbar war und sich Wohl hier und da geirrt haben könnte.Später erlaubte sich Daniel versteckte Angriffe auf Maimuni's Recht-gläubigkeit in einer exegetischen Schrift, und wunderlich genug, warf

') Das. auch Graetz Blumenlese S. 149.

2) Ooätsss äs Rosst dlo. 772, 7, und in der Loäls^sna.ff Abraham Maimuni, Lltlobaiaot p. 10. Vergl. über Simson aus SensGroß in der Rsvas äss Rtaäss ckutvss B. VI. S. 167 f. VII. S. 40 f.

ff Die Lssxoussn des Abraham Maimuni an Daniel sind jetzt edirt vonGoldberg unter dem Titel: Rtrlrlurt ^brallara (Ltzck 1870).