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Geschichte der Juden.
Es bildete sich also neben schwärmerischen Verehrern Maimuni's^welche seine Weisheit wie eine neue Offenbarung gläubig Hinnahmen^eine Partei der Gegner, die seine Schriften anfocht, namentlich „denFührer der Schwankenden" (Illorö) und den ersten Theil seinesReligionscodex (illaäcka) bekämpfte. Die Rabbinen und überhaupt dieVertreter der jüdischen Gemeinden in Europa und Asien zerfielendaher in Maimunisten und Gegner Maimuni's (Antimai-munisten). Die Letzteren, als Zeitgenossen noch voll von demimposanten Eindruck, den Maimuni's Persönlichkeit und Wirksamkeithervorgebracht hatten, ließen ihm selbst und seiner Frömmigkeit alleGerechtigkeit widerfahren und tadelten oder verurtheilten nur seineAnsichten und die sie enthaltenden Schriften.
Noch während Maimuni's Leben hatte der Widerspruch gegenseine philosophischen Lehren begonnen; nur trat er leise und schüchternauf und konnte vor dem Enthusiasmus seiner Bewunderer nicht rechtzu Worte kommen. Ein junger, geistvoller, gelehrter Mann, Me'irb. Todros Halevi Abulafia (geb. um 1180, st. 1244 Z aus Toledo,hatte frühzeitig seine religiösen Bedenken gegen dessen Theorie ineinem Sendschreiben an die „Weisen Lünel's" kundgegeben, das fürdie Öffentlichkeit bestimmt war. Die maimunische Unsterblichkeitslehrebildete darin den Kernpunkt des Angriffes. Allein er hatte damitwenig Eindruck gemacht. Denn wiewohl Me'ir Abulafia, aus einersehr angesehenen Familie stammend, ein sehr hohes Ansehen genoß, sostand er doch mit seiner wissensfeindlichen, der Verknöcherung desJudenthums geneigten Richtung selbst im Kreise der Seinigen vereinzeltda. Außerdem war er, von einem maßlosen Hochmuth besessen, nichtgeeignet, Anhänger zu gewinnen und zu einer Partei zu organisireu.Seine Aufgeblasenheit ging so Weit, daß er, seitdem er einen hohen Rang
f Sein Todesjahr ist angegeben auf seiner Grabschrist in Luz;atu's tibusLilrlcarcm. Von seinem Hochmuthe sprechen Jehuda Alcharisi im llHilroraoui(Pforte 46) und Zacuto p>. 100: f.n nb on». . . n'epbu wu im» 'i
rox b»; auch Aaron b. Meschullam in seinem polemischen Sendschreiben an ihnwirft ihm seine Aufgeblasenheit vor (Daarn Lslrsiuua x. 66 ff.). MerkwürdigerWeise hat Aschen diesen Me'ir Abulafia mit seinem Lehrer Meir Rothenburgverwechselt und diesem den Hochmuth gegen seinen Vater zugeschrieben, wasvon jenem gilt (zu Liääusollin I Uc>. 57), wenn nicht in dem Satze: nbpnin-nb nil'M onsL' -Iwreni» IM» Mil das Wort „von Rothenburg" der Zusatzeines Copisten ist, denn Aschen mußte besser über seinen Lehrer unterrichtetsein. Diesen Jrrthum haben viele sich zu Schulden kommen lassen. Daß M.Abulafia noch bei Maimuni's Leben sein Sendschreiben gegen diesen gerichtet,sagt er selbst in seinem Sendschreiben an Nachmani (Briefsammlung x. 34)b'vb '»rn uoib rim:p liirn oorui . . . .nri.n 0 - 2 ^ »>»' .-n 'o Auch
Aaron's Antwortschreiben setzt Maimuni's Leben voraus.